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Tarifverhandlungen für NRW-Metallindustrie gestartet

12.03.2020 - Die Tarifverhandlungen für die Metallbranche in Nordrhein-Westfalen laufen in diesem Jahr anders ab als gewohnt. Über mehr Geld soll zunächst nicht gesprochen werden.

  • «Ohne Stahl ist alles doof» steht auf dem Helm eines Stahlarbeiters. Foto: Bernd Thissen/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    «Ohne Stahl ist alles doof» steht auf dem Helm eines Stahlarbeiters. Foto: Bernd Thissen/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Für die rund 700 000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Nordrhein-Westfalen laufen seit Donnerstag Tarifverhandlungen. IG Metall und Arbeitgeber kamen in Paderborn zu ihrer ersten offiziellen Verhandlungsrunde zusammen. Dabei ging es zunächst nicht um Tariferhöhungen.

Die IG Metall strebt sogenannte Zukunftstarifverträge an, in denen auf betrieblicher Ebene Investitionen in die Weiterentwicklung von Produkten und die Qualifizierung für die Beschäftigten festgeschrieben werden können. Dabei soll nach den Vorstellungen der Gewerkschaft möglichst ohne Einkommensverluste eine Verkürzung der Arbeitszeit vereinbart werden können. «Gerade in diesen Zeiten muss sich die Sozialpartnerschaft bewähren und Sicherheiten und Perspektiven für Beschäftigte schaffen», sagte der NRW-Bezirksleiter der IG Metall, Knut Giesler, nach der Verhandlungsrunde laut Mitteilung.

Die Metallarbeitgeber warnten die IG Metall davor, den Unternehmen neue Kostenlasten aufzuerlegen. Angesichts der enormen Herausforderungen durch Strukturwandel und Konjunkturflaute und der noch völlig unsicheren Auswirkungen der weltweiten Verbreitung des Corona-Virus auf die Wirtschaft sei «eine Tarifrunde mit Augenmaß» angesagt, betonte der Präsident des Verbands der Metall- und Elektroindustrie NRW, Arndt G. Kirchhoff. Es sei völlig richtig, jetzt der Beschäftigungssicherung den Vorrang gegenüber Einkommenserhöhungen einzuräumen.

Ziel sei, bis Ostern einen fairen, für Unternehmen und Beschäftigte tragfähigen Abschluss zu erzielen, sagte Kirchhoff. Die IG Metall hatte zuvor angekündigt, konkrete Lohnforderungen zu stellen, falls nicht bis Ostern klar sei, dass die Verhandlungen innerhalb der Friedenspflicht zu einem Ergebnis kommen. Die Friedenspflicht endet am 28. April, dann sind Warnstreiks möglich.

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