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Tausende Menschen in Düsseldorf von Evakuierung betroffen

17.01.2020 - Wegen einer Weltkriegsbombe gibt es in Düsseldorf eine der größten Evakuierungen der vergangenen Jahrzehnte. Mitten im Stadtteil Derendorf kommt am Freitag bei Bauarbeiten ein Blindgänger ans Licht.

  • Eine entschärfte Bombe liegt an der Fundstelle. Foto: Ralf Hirschberger/zb/dpa/Illustration © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine entschärfte Bombe liegt an der Fundstelle. Foto: Ralf Hirschberger/zb/dpa/Illustration © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Düsseldorf (dpa/lnw) - Für die Entschärfung einer Weltkriegsbombe ist in Düsseldorf am späten Freitagnachmittag eine große Evakuierung mit mehr als 10 000 unmittelbar betroffenen Menschen angelaufen. Bei Bauarbeiten auf dem Gelände einer ehemaligen Justizvollzugsanstalt im Stadtteil Derendorf war zuvor ein 500 Kilogramm schwerer Blindgänger entdeckt worden. Die Weltkriegsbombe sollte noch am Abend entschärft werden. Eine genaue Uhrzeit dafür war zunächst noch nicht bekannt.

Die Evakuierung im Umkreis von 500 Metern um den Fundort betraf nach Feuerwehr-Angaben rund 11 600 Menschen. Darunter waren rund 200 Senioren aus zwei Altenheimen, die zwischenzeitlich in anderen Einrichtungen untergebracht werden sollten. Im Umkreis von bis zu 1000 Metern sollten Fenster und Türen geschlossen bleiben. Die fast 20 000 Anwohner in dem äußeren Bereich durften in ihren Wohnungen bleiben, sich dort aber nicht im Freien aufhalten, wie die Stadt mitteilte. Durch alle Sicherheitsmaßnahmen zusammen genommen waren damit den Angaben zufolge rund 31 000 Menschen von der Entschärfung betroffen.

Am späten Nachmittag wirkte die Situation in Derendorf auf den ersten Blick ganz normal. Etwa an der Metzer Straße führten Spaziergänger ihre Hunde aus, Anwohner schleppten ihre Einkäufe nach Hause. Ungewöhnlich waren jedoch die ersten acht Rettungswagen vor einem Altenheim und die Zehn-Zentner-Bombe hinter dem Mehrfamilienhaus auf der anderen Straßenseite. Gegen 16.45 Uhr brachten die Einsatzkräfte die ersten Heimbewohner in Rollatoren und auf Tragen in die Einsatzwagen.

Während die Evakuierung des Altenheimes schon anlief, bekommen Andere in der Nähe von der großen Evakuierungen in Düsseldorf noch nichts mit. Ein Gymnasium wurde als Anlaufstelle für die Betroffenen geöffnet. Zahlreiche Busse und Straßenbahnen mussten indes umgeleitet werden.

Für die Entschärfung sollte der Bahnverkehr auf der vielbefahrenen Strecke in Richtung Duisburg hingegen nicht eingestellt werden, wie die Stadt mitteilte. Allerdings könne der S-Bahn-Bahnhof Derendorf während der Entschärfung nicht angefahren werden.

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