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Tod eines Feuerwehrmanns: Haftbefehl aufgehoben

16.08.2020 - Ein halbes Jahr nach dem Tod eines Feuerwehrmanns bei einer Gasexplosion in Lienen im nördlichen Münsterland hat das Landgericht Münster den Haftbefehl gegen eine 18-Jährige Bewohnerin des zerstörten Hauses aufgehoben. Das Landgericht habe keinen dringenden Tatverdacht gegen die Beschuldigte gesehen, sagte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Die Entscheidung sei bereits in den Sommerferien gefallen. Zuvor hatten die «Westfälischen Nachrichten» und die «Bild»-Zeitung berichtet.

  • Auf einer Richterbank liegt ein Richterhammer. Foto: Uli Deck/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Auf einer Richterbank liegt ein Richterhammer. Foto: Uli Deck/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Haftbefehl - unter anderem wegen Mordes - gegen die damals noch 17-Jährige war erst im Mai erlassen worden, nachdem Experten des Landeskriminalamtes auf eine DNA-Spur am Ventil der Gasflasche gestoßen waren, die zu der Beschuldigten passten. Mit der Gasflasche soll die Explosion am 8. Februar ausgelöst worden sein. Die Jugendliche bestritt die Vorwürfe jedoch.

Während der Explosion waren sie und ihre Familie nicht in dem Haus. Der Feuerwehrmann war nach einer Gasexplosion von herabstürzenden Trümmerteilen getötet worden. Anwohner hatten zuvor die Rettungskräfte gerufen und sich in Sicherheit gebracht, nachdem sie Gasgeruch im Haus festgestellt hatten. Der 19-jährige Feuerwehrmann wurde erst nach einer komplizierten Bergung tot in den Trümmern gefunden.

Der Oberstaatsanwalt betonte, die Ermittlungen gingen weiter. Die 18-Jährige sei in den Augen der Staatsanwaltschaft weiter tatverdächtig.

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