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Tod nach Schönheits-OP: Gesundheitsminister eingeschaltet

29.07.2019 - Dass Schönheitsoperationen mit Risiken verbunden sind, ist bekannt. Sollte es für die Operateure höhere rechtliche Anforderungen geben? Das beschäftigt jetzt Fachärzte, Medizinbehörden und Politik.

  • Karl-Josef Laumann (CDU), Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen. Foto: Federico Gambarini/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Karl-Josef Laumann (CDU), Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen. Foto: Federico Gambarini/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Düsseldorf (dpa/lnw) - Der Tod einer 42-Jährigen nach einer Schönheitsoperation in Düsseldorf beschäftigt auch den nordrhein-westfälischen Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). «Mein Ministerium steht bereits in Kontakt mit der Bezirksregierung Düsseldorf als zuständiger Approbationsbehörde und der für die Berufsaufsicht zuständigen Ärztekammer Nordrhein», teilte Laumann am Montag auf Anfrage mit.

Die zuständigen Behörden nähmen nun Einsicht in die staatsanwaltschaftliche Ermittlungsakte und prüften approbations- und berufsrechtliche Schritte. «Aufgrund des laufenden Verfahrens können wir keine abschließende Beurteilung treffen.»

Timo Spanholtz, Facharzt für Plastische Chirurgie aus Bergisch Gladbach, hatte zuvor einen Brandbrief von fast 50 Fachärzten an die Gesundheitsministerien von Bund und Land initiiert. Sie fordern, Gesetze und Berufsordnung nachzuschärfen, damit nur ausgewiesene Experten Schönheitsoperationen durchführen dürfen und ethische Grenzen nicht wirtschaftlichen Vorteilen geopfert würden.

«Wir wünschen uns eine kompetente und rasche Regelung zum Schutz unserer Patienten», sagte Spanholtz der «Bild»-Zeitung. Auf Antworten von Laumann und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) warte er noch, sagte der Arzt der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf.

«Ich nehme dieses Schreiben sehr ernst», unterstrich Laumann in einer Mitteilung. «Hier geht es um die Sicherheit der Patientinnen und Patienten. Deswegen schauen wir uns diesen Sachverhalt sehr genau an.»

Gegen den Düsseldorfer Operateur, der eigentlich als Internist und nicht als Facharzt für plastische und ästhetische Chirurgie ausgebildet wurde, läuft ein Ermittlungsverfahren, um eventuelle Behandlungsfehler bei der Po-Vergrößerung seiner Patientin zu klären. Der Mediziner hat das bislang von sich gewiesen und stattdessen über einen plötzlichen Herztod als Todesursache spekuliert.

Bereits im vergangenen Jahr war eine 20-jährige Studentin nach einem Eingriff bei ihm gestorben. In diesem älteren Fall ist die Todesursache immer noch unklar.

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