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Tödliches Autorennen in Moers: Junge Männer vor Gericht

10.02.2020 - Kleve (dpa) - Nach einem mutmaßlichen illegalen Autorennen mit einem unbeteiligten Todesopfer in Moers am Niederrhein hat am Montag der Prozess gegen zwei junge Männer begonnen. Die beiden 22-Jährigen aus Duisburg haben sich laut Anklage im vergangenen April in Moers mit ihren über 500 PS starken Autos ein Rennen geliefert.

  • Eine Statue der Justitia hält eine Waage in der Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Statue der Justitia hält eine Waage in der Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der wegen Mordes angeklagter Kosovare erreichte demnach eine Spitzengeschwindigkeit von über 160 Stundenkilometer. In einem Kreuzungsbereich krachte er gegen den Kleinwagen einer 43-jährigen Frau, die drei Tage später starb, wie die Staatsanwaltschaft am Montag beim Prozessauftakt vor dem Landgericht Kleve erklärte.

Er ist des Mordes und der Teilnahme an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen mit Todesfolge angeklagt. Laut Anklage hatte er keinen Führerschein und war mit dem Auto des Vaters unterwegs, einem Mercedes-AMG. Der andere angeklagte 22-Jährige, ein Deutscher, ist der Teilnahme an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen mit Todesfolge angeklagt. Der Unfall ereignete sich im vergangenen April.

Dem Todesfahrer sei es gleichgültig gewesen, dass im Falle eines Unfalls Menschen sterben könnten, begründete Staatsanwältin Julia Pöschel die Mordanklage. Er habe die Gefahr für Leib und Leben anderer Menschen in Kauf genommen. Er habe mit einem Zusammenstoß rechnen müssen.

Anwalt Thilo Pfordte sagte dagegen, der 22-jährige sei sich der Gefahr bewusst gewesen, habe aber darauf vertraut, dass es nicht zu einem Unfall komme. Er sei davon ausgegangen, «dass alles gut gehen würde». Der zweite Angeklagte erklärte über seinen Anwalt, dass er der Fahrer des zweiten Fahrzeugs, einen Range Rover, gewesen sei und dass aus seiner Sicht ein Rennen stattgefunden habe.

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