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Vorwürfe gegen NRW-Regierung wegen Polizeiskandal Lügde

22.02.2019 - Detmold (dpa/lnw) - Im Skandal um verschwundene Beweisstücke zum Kindesmissbrauch in Lügde hat der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) Vorwürfe gegen die Landesregierung erhoben. «Wir reden hier nicht von einer Polizeibehörde, bei der alles in Ordnung wäre, sondern im Gegenteil», sagte Sebastian Fiedler, Bundes- und NRW-Landesvorsitzender des BDK dem WDR. Das NRW-Innenministerium wisse seit Jahren, wie es dort aussehe. «Seit mehreren Jahren weisen meine Kollegen in Lippe darauf hin, dass sie am Limit arbeiten.»

  • Im Skandal um verschwundene Beweisstücke zum Kindesmissbrauchs in Lügde ist ein Sonderermittler im Einsatz. Foto: Friso Gentsch/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Im Skandal um verschwundene Beweisstücke zum Kindesmissbrauchs in Lügde ist ein Sonderermittler im Einsatz. Foto: Friso Gentsch/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Kripo sei ausgeblutet und liege am Boden, im vergangenen Jahr hätten 60 Leute gefehlt. Nun zeige sich, was Personalmangel bedeute. «Wenn der Innenminister davon redet, dass seine Großmutter das besser gekonnt hätte, kommt das bei den Kollegen, die sich da jeden Tag den Hintern aufreißen, nicht so gut an.»

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) bekräftigte dagegen am Freitag im WDR-Hörfunk den Vorwurf des Behördenversagens. Er sehe sich in seiner Kritik bestätigt und habe nun die Pflicht, dafür zu sorgen, das aufzuklären.

Mehrere Sonderermittler des LKA sind im Einsatz, um das Verschwinden der Beweise aufzuklären. 155 Datenträgern sind in der Kreispolizeibehörde Lippe mit Sitz in Detmold verschwunden. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) sprach am Donnerstag von «Polizeiversagen». Der Bund Deutscher Kriminalbeamter hatte das Verschwinden von Beweisstücken als eine «Katastrophe» für das Ansehen der Polizei eingestuft.

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