Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Wirtschaft: Gesamtkonzept für Sanierung der Rheinbrücken

20.01.2021 - Die Sanierung der Straßenbrücken über den Rhein ist eine Mammutaufgabe. Planung und Baumaßnahmen kosten viel Zeit. Die Wirtschaft im Rheinland empfiehlt deshalb einen Blick nach Italien.

  • Die Baustelle der Rheinbrücke Leverkusen. Foto: Oliver Berg/dpa/archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die Baustelle der Rheinbrücke Leverkusen. Foto: Oliver Berg/dpa/archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Wirtschaft im Rheinland fordert eine schnellere und besser aufeinander abgestimmte Sanierung der maroden Brücken über den Rhein. «Die Liste der Sorgenkinder ist 2020 länger geworden», sagte der Präsident der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer, Burkhard Landers, am Mittwoch in Düsseldorf. Nach der A1-Brücke bei Leverkusen und der A40-Brücke in Duisburg drohe jetzt auch die A46-Brücke in Düsseldorf «in die Knie zu gehen».

Landers stellte eine von den IHK im Rheinland erstellte Studie vor. Darin wird der Zustand der Brücken im Durchschnitt als «nicht ausreichend» bewertet. Die insgesamt 28 Straßen- und Eisenbahnbrücken über den Rhein in NRW seien im Schnitt 60 Jahre alt. Im Nachbarland Niederlande hätten die Brücken dagegen durchschnittlich 50 Jahre auf dem Buckel. Besonders alte seien die kommunalen Rheinbrücken mit durchschnittlich 63 Jahren.

Skeptisch sieht die Wirtschaft, dass seit Jahresbeginn mit der Autobahngesellschaft des Bundes eine weitere Behörde für die Rheinbrücken zuständig ist. Um Planung und Sanierung zu beschleunigen, fordern die IHKs unter anderem, alle Rheinbrücken in ein Sondervermögen des Bundes zu überführen, das von einer Gesellschaft verwaltet wird. Sie müsse mit ausreichend Geld ausgestattet werden, um Instandhaltung, Grundsanierung und Kapazitätserweiterungen dauerhaft finanzieren zu können.

«Wir müssen deutlich schneller werden», sagte Landers. Planungs- und Bauzeiten für Brücken seien in den vergangenen Jahren nicht kürzer, sondern länger geworden. Deutschland solle sich ein Vorbild an Italien nehmen. Dort sei nach dem Brückeneinsturz in Genua der Neubau nach nur zwei Jahren fertig gewesen. «Das muss auch unser Anspruch sein.»

Auch die Verkehrslenkung bei Brückensperrungen müsse verbessert werden, verlangte Landers. Für jede Rheinbrücke sei «eine Art Stresstest» notwendig. «Nur wenn man weiß, was man im Notfall machen muss, kann man schnell reagieren.». Der Reaktion auf den Brand eines Lastwagens unter einer Brücke über die A40 in Mülheim zeige, dass NRW an diesem Punkt Fortschritte gemacht habe.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren