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Zahl der pensionierten Lehrer-Rückkehrer steigt in NRW

24.02.2020 - Die alte Garde krempelt noch mal die Ärmel hoch: Immer mehr pensionierte Lehrkräfte in NRW lassen sich zurück in die Klassenzimmer locken.

  • Eine Schülerin meldet in einem Klassenzimmer. Foto: picture alliance / Marijan Murat/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Schülerin meldet in einem Klassenzimmer. Foto: picture alliance / Marijan Murat/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Zahl der pensionierten Lehrkräfte, die übergangsweise wieder unterrichten, hat sich in Nordrhein-Westfalen seit 2016 mehr als verdoppelt. Das teilte das Schulministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf mit. Bis Ende 2019 waren demnach 1058 eigentlich pensionierte Lehrkräfte wieder befristet als Tarifbeschäftigte im Schuldienst. 2016 seien es noch 415 gewesen.

Ebenso werde häufiger die Möglichkeit genutzt, erst später in den Ruhestand einzutreten. Diese Zahl ist nach Angaben des Ministeriums seit 2016 von 58 auf 79 gestiegen. Insgesamt seien damit 1137 zusätzliche ältere Fachkräfte im Einsatz, um zu helfen, die Lehrerlücke zu verkleinern.

«Die Landesregierung lässt nichts unversucht, um die Lehrerversorgung an den Schulen Schritt für Schritt zu verbessern», versicherte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) der dpa. Die Rekrutierung der Pensionäre sei ein wichtiger Baustein in dem bereits aufgesetzten Maßnahmen-Mix. «Pensionärinnen und Pensionäre sind mit ihrer langjährigen Berufserfahrung und ihrem fundierten Wissen eine willkommene Verstärkung für die Schulen in NRW», bekräftigte sie.

Ende 2019 hatte der Landtag beschlossen, dass die Hinzuverdienstgrenze für diese Gruppe bis Ende 2024 ausgesetzt bleibt. «Damit ist es für sie weiterhin attraktiv, in den Schuldienst zurückzukehren», betonte Gebauer.

Laut Lehrerbedarfsprognose fehlen in NRW in den nächsten zehn Jahren an Grund- und Förderschulen, Berufskollegs sowie an Schulformen der Sekundarstufe I rund 15 000 Lehrkräfte. Seit diesem Jahr kann an unattraktiven Schulstandorten und für Mangelfächer ein Lehrer-Zuschlag von 350 Euro brutto im Monat gezahlt werden.

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