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Zweiter Prozess um brutale Attacke auf BVB-Fan gestartet

16.09.2019 - Ein junger Mann wird laut Anklage Opfer eines lebensgefährlichen Angriffs - weil er Anhänger eines rivalisierenden Bundesligisten ist. So sah es vor einem Jahr auch das Landgericht Marburg. Doch nun muss erneut in dem Fall entschieden werden.

  • Ein Briefkasten vor dem Landgericht Marburg. Foto: Uwe Zucchi/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Briefkasten vor dem Landgericht Marburg. Foto: Uwe Zucchi/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Marburg (dpa/lhe) - Vor dem Landgericht Marburg hat der Revisionsprozess gegen zwei Schalke-Fans begonnen, die einen Dortmund-Anhänger lebensgefährlich verletzt haben sollen. Zum Auftakt der Verhandlung am Montag räumten die Angeklagten nach Angaben eines Justizsprechers das äußere Tatgestehen ein - bereits im ersten Prozess 2018 hatten sie Tritte und Schläge gestanden.

Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden vor, den damals 22 Jahre alten Mann im Juli 2017 bei einem Volksfest im mittelhessischen Gladenbach (Kreis Marburg-Biedenkopf) brutal geschlagen und getreten zu haben, weil dieser Anhänger eines rivalisierenden Fußballvereins war. Die Angeklagten sind laut Staatsanwaltschaft Schalke-Fans, das Opfer Anhänger von Borussia Dortmund. Der junge Mann erlitt schwere Kopfverletzungen und bleibende Schäden.

Das Landgericht Marburg hatte die damals 20 Jahre alten Angeklagten im Februar 2018 zu jeweils viereinhalb Jahren Jugendstrafe verurteilt - wegen versuchten Mordes, schwerer sowie gefährlicher Körperverletzung. Sowohl die Verteidigung als auch die Staatsanwaltschaft hatten die Entscheidung nicht akzeptiert und Revision eingelegt.

Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe hob das Urteil schließlich auf und ordnete eine neue Verhandlung an. Die obersten Richter bemängelten unter anderem Ausführungen zum Tatvorsatz in der Urteilsbegründung. Das neue Urteil wird im Oktober erwartet.

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