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«Fall Susanna»: Urteil im Mordprozess wird gesprochen

09.07.2019 - Der gewaltsame Tod von Susanna hat in der aufgeheizten Asyldebatte bundesweit für Entsetzen gesorgt. Nach viermonatigen Verhandlungen fällt das Wiesbadener Landgericht seine Entscheidung.

  • Der angeklagte Ali B. verdeckt mit Papier sein Gesicht vor den Fotografen. Foto: Boris Roessler/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der angeklagte Ali B. verdeckt mit Papier sein Gesicht vor den Fotografen. Foto: Boris Roessler/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Wiesbaden (dpa) - Der irakische Flüchtling Ali B. soll die 14-jährige Schülerin Susanna aus Mainz vergewaltigt und erwürgt haben. Das Urteil in dem Mordprozess will das Wiesbadener Landgericht an diesem Mittwoch (10.7./9.30 Uhr) verkünden. Das Mädchen war vor mehr als einem Jahr nach tagelanger großer Suche in einem Erdloch verscharrt in einem Waldstück in der Nähe des Wiesbadener Stadtteils Erbenheim gefunden worden.

Die Staatsanwaltschaft fordert eine lebenslange Haftstrafe für den 22-jährigen Ali. B.. Die Anklagevertretung plädierte zudem darauf, die besondere Schwere der Schuld festzustellen. Folgt das Landgericht dem Antrag, wäre bei einer Verurteilung wegen Mordes eine vorzeitige Haftentlassung des jungen Mannes nach 15 Jahren praktisch ausgeschlossen.

Ali B. hat Susanna nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft ermordet, um die Vergewaltigung der 14-Jährigen zu verdecken. Er habe kaltblütig, zielgerichtet und heimtückisch gehandelt, sagte die Staatsanwältin in ihrem Plädoyer. Die Verteidigung verzichtete auf einen Antrag für ein konkretes Strafmaß.

Der Angeklagte Ali B. hatte zu Beginn des Prozesse gestanden, die Schülerin aus Mainz Ende Mai 2018 in getötet zu haben. Der irakische Flüchtling bestritt aber, das Mädchen zuvor vergewaltigt zu haben. In seinem Schlusswort bat er Susannas Mutter um Entschuldigung. Er sei bereit, seine Strafe auf sich zu nehmen und diese bis zum letzten Tag abzusitzen, sagte der 22-Jährige.

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