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«Wertschätzung tat gut»: Südwestpfalz nach Steinmeier-Besuch

19.10.2019 - Der Bundespräsident erlebte im Oktober 2018 die Südwestpfalz als Region im Wandel. Viel hat sich getan, vor und nach dem Besuch. Doch sorglos ist das Gebiet nahe der Grenze zu Frankreich längst nicht.

  • Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier winkt älteren Damen zu. Foto: Oliver Dietze/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier winkt älteren Damen zu. Foto: Oliver Dietze/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Rumbach/Großsteinhausen (dpa/lrs) - Ein Jahr nach der Reise von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier durch die Südwestpfalz sehen Ortsbürgermeister in ihren Dörfern auch weiter Licht und Schatten. Seit dem Besuch am 22. Oktober 2018 habe sich in Rumbach viel getan, sagte Ortsbürgermeister Ralf Weber der Deutschen Presse-Agentur. Der Dorfladen erfahre viel Zuspruch, zudem hätten Richtungsgespräche über den drohenden medizinischen Versorgungsengpass stattgefunden, und beim Mobilfunkausbau sei Bewegung erkennbar. «Ob dies jetzt mit dem Bundespräsidenten zu tun hat, weiß ich nicht. Die Wertschätzung durch den Besuch hat uns aber sehr gut getan», meinte der 58-Jährige.

«Natürlich war es für uns alle, die Bürgerinnen und Bürger und die verantwortlichen politischen Menschen, ein besonderer Moment», sagte auch Volker Schmitt, Ortsbürgermeister von Großsteinhausen. Konkrete Folgen habe der Besuch aber nicht gehabt. «Dass wir das schnelle Internet nun in allen Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde und im Kreis haben, wurde schon lange davor auf Kreisebene angeschoben», betonte der 55-Jährige. An den Besuch habe er keine besonderen Erwartungen geknüpft. Als Ortsbürgermeister von Großsteinhausen, einem Ort mit rund 630 Einwohnern, arbeitet Schmitt schon seit 15 Jahren.

Steinmeier hatte die Südwestpfalz im Rahmen seiner Tour unter dem Motto «Land in Sicht - Zukunft ländlicher Räume» bereist. Vielerorts in der Region bereiten Strukturprobleme den Menschen erhebliches Kopfzerbrechen. Beim Besuch des Staatsoberhaupts wurden etwa eine schmale ärztliche Versorgung sowie eine wackelige Mobilfunkverbindung und die Unterfinanzierung des Gemeindehaushalts als Sorgen genannt.

«Den Rundgang mit dem Bundespräsidenten und mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer hatte ich unter das Motto «Zusamme do geht was» gestellt», sagte Weber. «Und genau so ist das: Wir brauchen das Land, den Kreis, die Verbandsgemeinde und unsere engagierten Bürgerinnen und Bürger, um erfolgreich zu sein - und manchmal auch den Bund oder die EU mit ihren Fördertöpfen.» Ohne Hilfe von außen könnten Projekte oft nicht verwirklicht werden. «Ich denke, dass der ländliche Raum insgesamt eine bessere Wertschätzung genießt - was ja auch das Ziel von Herrn Steinmeier war: Die Gesellschaft zusammen zu halten.»

«Tatsächlich wird in unserem Dorf viel über Arbeitseinsätze und Nachbarschaftshilfe geleistet - das ist es, was uns ausmacht», sagte der Großsteinhausener Ortsbürgermeister Schmitt. «Die Bürgerinnen und Bürger begeistern sich gegenseitig, wenn sie ihre Gebäude nach den Vorgaben der Denkmalpflege und der Dorferneuerung herrichten.» Auch deshalb gebe es in dem Ort keinen Leerstand alter Gebäude.

Nach Steinmeiers Reise machten die Ortsbürgermeister übrigens einen Gegenbesuch. «Wir wurden mit fünf Personen nach Berlin eingeladen, wo eine Art Abschlussveranstaltung der gesamten Aktion stattgefunden hat», erzählte Schmitt. Und auch Weber meinte: «Wir wurden mit sechs Personen zu einem Fest im Park von Schloss Bellevue eingeladen und konnten uns dort auch kurz mit dem Bundespräsidenten und seiner Gattin unterhalten.» Das letzte Treffen war das nicht. «Da wir im Bundesentscheid «Unser Dorf hat Zukunft» eine Goldmedaille errungen haben, wird eine kleine Delegation den Präsidenten Anfang nächstes Jahr wieder treffen», sagte der Ortsbürgermeister von Rumbach.

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