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1. FC Kaiserslautern im Abstiegskampf:  Ehrmann muss gehen

23.02.2020 - Abstiegssorgen statt Aufstiegsträume: Der 1. FC Kaiserslautern steht weiter völlig neben sich. Seit inzwischen sechs Spielen warten die Pfälzer auf einen Sieg. Die längst verflogene Euphorie wandelt sich in Frust und Enttäuschung, die Stadionkulisse ist unterirdisch.

  • Ein Logo des 1. FC Kaiserslautern ist am Rande des Spielfelds auf den Rasen gesprüht. Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Logo des 1. FC Kaiserslautern ist am Rande des Spielfelds auf den Rasen gesprüht. Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Kaiserslautern (dpa/lrs) – Dem 1. FC Kaiserslautern droht in der 3. Fußball-Liga nicht nur ein böses Erwachen - er muss in der heiklen Abstiegskampf-Situation auch ohne Torwart-Idol Gerry Ehrmann auskommen. Die Pfälzer bestätigten am Sonntag die Trennung von dem langjährigen Keeper, der zwischen 1984 und 1998 beim FCK im Tor stand. Und auch sportlich ist der angepeilte Aufstieg in weite Ferne geraten, stattdessen befinden sich die seit sechs Spielen sieglosen Lauterer nach dem torlosen Remis gegen den FSV Zwickau im Abstiegskampf. Und das vor einer Minuskulisse, wie es sie seit 30 Jahren nicht mehr gab.

«Es bringt dann auch nichts, das weiterhin schönzureden.  Wir müssen schleunigst zusehen, dass wir die Punkte einfahren», sagte Angreifer Timmy Thiele. Im Jahr 2020 laufen die Roten Teufel ihrer Form hinterher. Kein Sieg, nur zwei Punkte seit Jahresbeginn und ein uninspirierter Auftritt nach dem anderen lassen die Sorgenfalten immer größer werden. Nur noch 15 913 Zuschauer wollten den tristen Drittligakick am Samstag sehen. Weniger kamen zuletzt im September 1988.

Damals schon dabei war Torhüter Ehrmann, von dem sich der Verein nun am Sonntag trennte. Nach dpa-Informationen hatte sich der 61-Jährige mit Trainer Boris Schommers überworfen. Zuerst hatte die «Bild-Zeitung» berichtet. «Der Verein sah sich nach einer Reihe von internen Vorkommnissen, die eine zielgerichtete und teamorientierte Zusammenarbeit zum Wohle des Vereins nicht mehr möglich machen, zu diesem Schritt gezwungen», teilten die Pfälzer am Sonntagabend mit.

Am Samstag hatte der FCK in einer von zahlreichen Fehlern und Unzulänglichkeiten geprägten Partie zwar die größeren Spielanteile, doch die Abschlussversuche waren an Harmlosigkeit nur schwer zu überbieten. «Wir müssen weiter versuchen, das Quäntchen Glück zu erzwingen», sagte Schommers. Denn es ist weit mehr als nur das Glück, dass dem Traditionsverein derzeit abgeht.

Erschreckend schwach waren erneut die Standardsituationen. Dabei waren diese in der Wintervorbereitung Schwerpunkt Nummer eins. «Uns fehlt der letzte Pass, der ist aktuell zu 99 Prozent schlecht. Deshalb tun wieder uns auch immer schwer, Tore zu schießen», bemängelte Kapitän Carlo Sickinger. Wie gefrustet die Pfälzer inzwischen sind, zeigte sich nach 85 Minuten, als Janik Bachmann, erst sieben Minuten zuvor verwarnt, nach einem Frustfoul die Gelb-Rote Karte sah.

Ohne eine Leistungssteigerung auf jeglicher Ebene droht dem FCK am kommenden Wochenende der vorläufige Tiefpunkt der Saison. Sollte auch das Derby beim Erzrivalen Waldhof Mannheim am Samstag (14.00 Uhr) verloren gehen, dürfte die Stimmung in der Pfalz kippen. «Das ist ein Hochkaräter-Spiel. Da gilt es, zu kratzen, zu beißen und zu kämpfen. Wir müssen die in Grund und Boden laufen und vom Platz fegen», betonte Thiele.

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