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31-Jähriger gesteht Tötung von Mutter und Nachbar

07.06.2019 - Am Freitag findet die Polizei in einem Haus in Idar-Oberstein zwei leblose Menschen mit Schnitt- und Stichverletzungen und einen bewaffneten Mann. Später stellt sich heraus: Es handelt sich um seine Mutter und einen Nachbarn. In Vernehmungen räumt er ihre Tötung ein.

  • Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens. Foto: Friso Gentsch/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens. Foto: Friso Gentsch/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Idar-Oberstein (dpa/lrs) - Nach dem Fund von zwei Toten in Idar-Oberstein hat ein 31-Jähriger gestanden. Bei Vernehmungen habe er eingeräumt, seine 59-jährige Mutter und einen ebenfalls 59 Jahre alten Nachbarn aus dem gleichen Mietshaus getötet zu haben, teilten die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach und die Polizei Trier am Freitagabend mit. Der mutmaßliche Täter wurde in eine psychiatrische Klinik gebracht. Hinweise auf ein Tatmotiv ergaben sich den Angaben zufolge nicht.

Vor der Tat sei es aus zunächst unbekannten Gründen wohl zu einem Streit der Familienangehörigen im Flur des Mietshauses gekommen, in dessen Verlauf der Mann seine Mutter getötet habe. Danach sei er vermutlich gewaltsam in die Wohnung des Nachbarn eingedrungen und habe diesen ebenfalls getötet, bevor er sich selbst Verletzungen zufügte.

Durch die Aussagen und das Verhalten des 31-Jährigen hätten die Ermittler zunehmend den Eindruck gewonnen, dass der Mann eine psychische Beeinträchtigung habe, die Auslöser für die Tat gewesen sein könnte, hieß es. Eine Amtsärztin wurde daraufhin eingeschaltet.

Eine Obduktion ergab derweil, dass die Mutter und der Nachbar an Schnitt- und Stichverletzungen starben. Die Polizei hatte in der Wohnung ein Küchenmesser gefunden, das möglicherweise Tatwaffe gewesen sei.

Am Nachmittag wurde der 31-Jährige dem Haftrichter vorgeführt, der die Unterbringung des Mannes in einer Psychiatrie anordnete. Möglicherweise sei er nicht oder nicht in vollem Umfang schuldfähig gewesen, hieß es.

Ein Nachbar hatte in der Nacht zum Freitag Schreie gehört und die Polizei angerufen. Im Flur des Mehrfamilienhauses hatten die Beamten die leblose, stark blutende Mutter gefunden. Der Sohn stand nach Angaben der Ermittler mit einem Messer in der Hand in der Wohnungstür des Nachbarn. Anschließend habe er sich in die Wohnung zurück gezogen.

Weil die Polizei eine Geiselnahme befürchtet hatte, waren auch Spezialeinsatzkräfte alarmiert worden. Der 31 Jahre alte Mann hatte sich nach kurzer Zeit widerstandslos festnehmen lassen. In der Wohnung hatten die Einsatzkräfte den leblosen Mieter gefunden. Er hatte wie die Frau Schnitt- und Stichverletzungen am Körper.

Der 31-Jährige wohnte laut Staatsanwaltschaft zusammen mit seinen Eltern in einer Wohnung des Mehrfamilienhauses im Stadtteil Göttschied. Der Vater war zum Tatzeitpunkt nicht im Haus. Die Wohnung der Familie befindet sich über der des 59-jährigen Nachbarn.

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