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AOK kritisiert Krankenkassen-Pläne der Bundesregierung

18.09.2020 - Die AOK in Rheinland-Pfalz und im Saarland hat die Pläne der Bundesregierung kritisiert, wegen eines Milliardenlochs bei den gesetzlichen Krankenkassen in der Corona-Krise im nächsten Jahr die Beiträge zu erhöhen und auf die Rücklagen der Kassen zuzugreifen. Die AOK verlöre damit in den beiden Bundesländern auf einen Schlag stabile Rücklagen, die dann für die Gesundheitsversorgung der Versicherten fehlten, warnte am Freitag der Co-Verwaltungsratsvorsitzende der Krankenkasse, Dietmar Muscheid. «Dabei übernehmen die Beitragszahler schon jetzt den Großteil der durch Corona verursachten Kosten.»

  • Das Logo der Krankenkasse AOK. Foto: Jens Wolf/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Logo der Krankenkasse AOK. Foto: Jens Wolf/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bernd Vogler, der andere Verwaltungsratsvorsitzende der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland, bezeichnete die angedachten Maßnahmen als «massiven, erneuten Eingriff» in die Vermögen der Krankenkassen. Dies trage dazu bei, das Selbstverwaltungsprinzip und die Finanzautonomie der Krankenkassen weiter zu untergraben.

Nach den Plänen der Bundesregierung soll der durchschnittliche Zusatzbeitrag für gesetzlich Krankenversicherten im nächsten Jahr um 0,2 Punkte auf 1,3 Prozent steigen. Zur Deckung des Defizits sollen zudem weitere acht Milliarden Euro aus den Rücklagen der Krankenkassen entnommen werden. Nach Angaben der AOK blieben den Kassen dann nur noch Rücklagen in Höhe von 0,4 Monatsausgaben statt bisher in Höhe einer Monatsausgabe. Die Rücklagen sollen Einnahmeschwankungen ausgleichen.

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