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Ab Mittwoch Terminverschiebung für Erstimpfungen

22.01.2021 - Viele Rheinland-Pfälzer, die bereits ihren ersten Termin in einem Impfzentrum vereinbart haben, müssen sich noch gedulden. Grund dafür ist, dass weniger Impfstoff geliefert wird, als bei den Planungen einkalkuliert worden war.

  • Eine Impfung gegen das Coronavirus. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Impfung gegen das Coronavirus. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Wegen der verringerten Belieferung mit dem Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer werden ab Mittwoch die geplanten Erstimpfungen in den rheinland-pfälzischen Impfzentren um jeweils drei Wochen verschoben. Sie finden dann am 17. Februar beziehungsweise den jeweils darauf folgenden Tagen statt, wie Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) am Freitag mitteilte. Alle betroffenen Impfkandidaten würden per Mail oder Post unterrichtet. Sie bekräftigte, dass alle Menschen, die bereits eine Erstimpfung bekommen haben, auch eine Zweitimpfung erhalten. In den Alten- und Pflegeeinrichtungen soll die Impfkampagne wie geplant fortgesetzt werden.

Bislang wurden in dem Bundesland den Angaben zufolge 115 713 Menschen geimpft (Stand Donnerstagabend). Das entspreche einer Impfquote von 2,6 Prozent. Damit liege Rheinland-Pfalz deutlich über dem Bundesdurchschnitt und seit Tagen konstant auf einem der Spitzenplätze, sagte die Ministerin.

Seit Sonntag haben 3228 Menschen ihre Zweitimpfung erhalten. Zwischen Erst- und Zweitimpfung liegen in Rheinland-Pfalz vier Wochen. Die Zweitimpfung gilt als wichtig für eine effektive Schutzwirkung des Impfstoffs.

Die Ministerin kündigte an, vom Bund die zugesagte Verlässlichkeit bei den Impfstoff-Lieferungen einzufordern. Impfkoordinator Alexander Wilhelm (SPD) erklärte, Rheinland-Pfalz habe frühzeitig mit sechs statt fünf Dosen pro Ampulle geplant, als klar gewesen sei, dass dies möglich sei. Dieser Überschuss von 20 Prozent sei zu der Menge der angekündigten Lieferungen von jeweils 34 125 Dosen hinzugerechnet worden und auf dieser Kalkulation seien die Termine vergeben worden. Wenn es nun aber bei der Lieferung von letztlich 34 125 Dosen bleibe, die Zahl der Ampullen dabei aber gesenkt werde, dann fehle der einkalkulierte Überschuss und die Zahl der Dosen gehe von 40 950 wieder auf 34 125 zurück.

Am vergangen Montag erhielt Rheinland-Pfalz laut Wilhelm wie geplant rund 40 000 Impfdosen von Biontech/Pfizer. Bis zum 15. Februar sollen noch insgesamt 134 000 Dosen geliefert werden. Leider reiche der Planungshorizont bisher nicht über diesen Termin hinaus, sagte er. Vom Hersteller Moderna habe das Bundesland bislang 8400 Impfdosen erhalten, bis Ende Februar wird mit rund 44 000 weiteren Dosen gerechnet.

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