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Ackermann: Aufarbeitung des Missbrauchsskandals schmerzlich

09.01.2020 - Trier (dpa/lrs) - Die katholische Kirche in Deutschland steht bei der geplanten Aufarbeitung des Missbrauchsskandals durch unabhängige Experten vor schmerzlichen Erkenntnissen. Dies sagte der Beauftragte der Deutschen Bischofskonferenz für Fragen des sexuellen Missbrauchs, der Trierer Bischof Stephan Ackermann, am Donnerstag. Unabhängige Untersuchungen würden «auch zu Enttäuschung gegenüber Personen führen, die Verantwortung getragen haben.» Das gehöre aber zu dem Prozess dazu. «Es wird jetzt weiter schmerzlich und schwierig bleiben.»

  • Bischof Stephan Ackermann. Foto: Harald Tittel/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Bischof Stephan Ackermann. Foto: Harald Tittel/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Ackermann zeigt sich optimistisch, dass die Bischöfe im Frühjahr eine «abgestimmte Klarheit» über die unabhängige Aufarbeitung in den einzelnen Bistümern finden würden. Ende November 2019 hatte Ackermann mit dem Unabhängigen Beauftragten für Fragen sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, bereits Eckpunkte für eine einheitliche und transparente Herangehensweise vereinbart.

Zehn Jahre nach der Aufdeckung des Missbrauchsskandals erreiche die Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs Minderjähriger in der katholischen Kirche damit «eine neue Qualität, eine neue Dimension» sagte der Bischof.

Auch in der Debatte um Entschädigungen für Opfer müsse eine Lösung gefunden werden: Ackermann geht davon aus, dass die Bischöfe ebenfalls im Frühjahr über «eine Weiterentwicklung» des Entschädigungskonzept entscheiden. Wichtig sei Solidarität mit den Opfern. Über die Finanzierung müsse noch gesprochen werden.

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