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Afrikanische Schweinepest: Gefahr einer Einschleppung hoch

02.08.2019 - Die Gefahr einer Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest nach Rheinland-Pfalz ist weiter hoch. Auch in der Urlaubszeit sollten Bürger darauf achten, dass sie keine infizierten Lebensmittel oder Gegenstände aus Ländern mit der grassierenden Tierseuche mitbringen.

  • Ein Wildschwein steht auf einem Plateau im Wald. Foto: Lino Mirgeler/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Wildschwein steht auf einem Plateau im Wald. Foto: Lino Mirgeler/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Koblenz/Mainz (dpa/lrs) - In der ersten Jahreshälfte sind in Rheinland-Pfalz mehr als 300 Wildschweinkadaver auf Afrikanische Schweinepest (ASP) untersucht worden. Dies sind in etwa so viele wie im Vorjahreszeitraum, wie das Landesunteruntersuchungsamt (LUA) Rheinland-Pfalz in Koblenz auf dpa-Anfrage mitteilte. Die meisten Einsendungen von Proben stammten aus dem Eifelkreis Bitburg-Prüm, dem Vulkaneifelkreis und dem Westerwaldkreis. «Glücklicherweise waren bisher alle Proben negativ», sagte LUA-Sprecher Achim Ginkel.

Proben müssten eingeschickt werden von sogenannten Indikator-Tieren: Das seien alle krank erlegten Wildschweine sowie tot aufgefundene und bei Verkehrsunfällen getötete Tiere, teilte das Amt mit. 2018 wurden landesweit gut 700 Wildschwein-Proben auf das ASP-Virus untersucht. Zusätzlich teste man auf Klassische Schweinepest.

Das rheinland-pfälzische Umweltministerium teilte mit: «Die Gefahr, dass die ASP nach Rheinland-Pfalz eingeschleppt wird, ist hoch - gerade vor dem Hintergrund, dass ASP-infizierte Wildschweine in Südbelgien nur 40 Kilometer von der rheinland-pfälzischen Grenzen aufgefunden wurden.» Im September 2018 war dort das für Wild- und Hausschweine tödliche Virus in toten Tieren festgestellt worden. Für den Menschen ist die Krankheit ungefährlich.

Das Ministerium rief Bürger, die Lebensmittel aus Ländern mit grassierender ASP mitbringen, zu erhöhter Wachsamkeit auf. Sie sollten auf die Gefahr einer Einschleppung über infizierte Produkte - wie beispielsweise Wurstbrötchen - achten. Das Virus könne aber auch durch unzureichend behandelte Jagdtrophäen oder mit infiziertem Blut kontaminierte Gegenstände wie Messer oder Stiefel aus dem Ausland eingeschleppt werden. Nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts ist die ASP bereits ausgebrochen im Baltikum, in Belgien, Bulgarien, Polen, Rumänien, der Slowakei, Ungarn und der Ukraine.

Landwirte seien gebeten worden, Beschäftigte in ihren Betrieben auf die Gefahr einer Einschleppung hinzuweisen, teilte eine Sprecherin des Ministeriums weiter mit. Gerade die Früherkennung der Tierseuche sei das A und O: Deshalb sei auch eine «Fallwildprämie» eingeführt worden, bei der Jäger für eine eingeschickte Probe von einem tot aufgefundenen Wildschwein 50 Euro bekämen.

Das Land sei «für den Fall der Fälle» gerüstet: Vor Ort hätte sich «ASP-Expertengruppen» gebildet, die bei einem Ausbruch notwendige Maßnahmen in die Wege leiten würden. Für die Veterinärverwaltungen habe es in diesem Jahr bereits zwei Fortbildungen in der Sache gegeben. Zudem gab es etliche Krisenübungen, Konferenzen und Info-Veranstaltungen. «Schon vor Monaten war allen, die sich damit beschäftigen, klar, es kommt, es ist nur eine Frage, wann», sagte Ginkel.

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