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Angeklagte gesteht Schüsse auf Ex-Freund «aus Eifersucht»

12.08.2019 - Eine Frau steht wegen Mordes an ihrem früheren Partner vor dem Landgericht Saarbrücken. Sie räumt die Tat ein - überlässt die Details aber ihrem Rechtsanwalt.

  • Landgericht Saarbrücken. Foto:Oliver Dietze/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Landgericht Saarbrücken. Foto:Oliver Dietze/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Püttlingen/Saarbrücken (dpa/lrs) - Eine 58-Jährige aus dem Saarland hat gestanden, ihren Ex-Freund erschossen zu haben. Vor dem Landgericht Saarbrücken räumte die Angeklagte am Montag über ihren Verteidiger den Vorwurf ein. Die Motive sollen laut Anwalt Marius Müller «Wut und Eifersucht» gewesen sein. «Sie bereut das, was passiert ist, zutiefst. Mehr möchte sie dazu nicht sagen», sagte er.

Die Anklage wirft der Masseurin Mord vor. Sie soll ihren 46 Jahre alten Ex-Partner am Abend des 7. Februar 2019 mit vier Schüssen getötet haben. Laut Staatsanwaltschaft besaß die Frau die Waffe als Mitglied eines Schützenvereins legal. Bis zur Trennung 2012 seien die Angeklagte und das Opfer «geraume Zeit» miteinander liiert gewesen.

Ursprünglich wollte die Angeklagte an diesem zweiten Sitzungstag eine umfassende schriftliche Einlassung abgeben. Nach dem Prozessauftakt habe sie jedoch ihre Meinung geändert. «Sie erträgt es nicht, dass sie ihr ganzes Leben vor der Öffentlichkeit preisgeben muss und will sich nicht mehr länger rechtfertigen», teilte Müller auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Während der Verhandlung saß die 58-Jährige mit gesenktem Kopf auf der Anklagebank.

Zeugen zufolge hatte die Frau drei- bis viermal mit einer Pistole auf den Familienvater geschossen. Danach habe sie bei einem Nachbarn geschellt, ihre Waffe abgelegt und darum gebeten, die Polizei zu benachrichtigen. «Sie hat nur gezittert und war sehr zerstört», sagte ein Augenzeuge.

Die Mutter des Opfers erzählte, dass die Frau und ihr Sohn 16 Jahre liiert gewesen seien und ein gemeinsames Haus besessen hätten. «Ich kenne die beiden nur in einer harmonischen Beziehung», berichtete die 62-Jährige. Dass ihr Sohn eine Freundin gehabt habe, habe die Lebensgefährtin tief schockiert. «Ich weiß, dass sie damals am Boden zerstört war, als sie davon erfuhr.» Erst im Nachhinein habe die Mutter von ihrem Sohn erfahren, dass die Beziehung längst nicht mehr so harmonisch gewesen sei.

Die tödlichen Schüsse, die in der Anklage als Mord eingestuft werden, ereigneten sich demnach mehr als sieben Jahre nach der Trennung. Zu diesem Zeitpunkt war das zweite Kind des Opfers gerade drei Monate alt, das erste fünf Jahre. Das Urteil wird am Mittwoch (14. August) erwartet.

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