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Autohandel: Leiden unter Krise - 6769 Covid-19-Fälle im Land

06.06.2020 - Das Konjunkturpaket der Bundesregierung soll Unternehmen gegen die Folgen der Corona-Pandemie helfen. Doch in Rheinland-Pfalz ist vor allem eine Branche enttäuscht davon. Eine neue Infektionswelle ist dagegen nicht in Sicht

  • Autos stehen vor einer Autofabrik auf einem Parkplatz. Foto: Martin Schutt/ZB/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Autos stehen vor einer Autofabrik auf einem Parkplatz. Foto: Martin Schutt/ZB/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mit Ernüchterung hat das rheinland-pfälzische Kraftfahrzeuggewerbe nach eigenen Angaben auf das Konjunkturpaket der Bundesregierung reagiert. «Der Autohandel in Rheinland-Pfalz leidet seit dem Corona-Lockdown extrem», sagte der Geschäftsführer des Kfz-Landesverbandes, Jens Bleutge, der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Allein im März und April seien dem Autohandel im Land Umsätze von mehr als 600 Millionen Euro entgangen, der Mai sei ebenfalls schlecht gelaufen. Die Höfe der Händler stünden voll mit Fahrzeugen - meist welche mit Verbrennungsmotor.

«Eine Kaufprämie für moderne Verbrenner hätte dem Autohandel mit seinen mehr als 30 000 Arbeitsplätzen in Rheinland-Pfalz dabei geholfen, wieder auf die Beine zu kommen. Dass dies nun ausbleibt, ist echt bitter», befand Bleutge.

DREYER FORDERT BESSERE KOORDINIERUNG

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat eine bessere Koordinierung der wissenschaftlichen Politik-Beratung zum Thema Corona gefordert. Dabei sehe sie das Robert Koch-Institut (RKI) in der Pflicht, sagte Dreyer der Düsseldorfer «Rheinischen Post» (Samstag). Aufgabe des RKI müsse es sein, Erfahrungen aus den Bundesländern aufzunehmen und immer wieder auch mit den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen abzugleichen. «Dadurch kann das Wissen besser gebündelt werden als bisher», ist Dreyer überzeugt. «Das ist notwendig, damit Politiker und Politikerinnen in Bund, Ländern und Kommunen gute und abgestimmte Entscheidungsgrundlagen bekommen.»

AUSBILDUNGS-PRÜFUNGEN

Die Organisation der wegen der Corona-Krise auf Mitte Juni geschobenen schriftlichen Abschlussprüfungen für Auszubildende ist mit einem hohen Aufwand verbunden gewesen. Die größte Herausforderung sei, dass die üblichen Räume nicht in gewohnter Art belegt werden könnten, sagte Michael Böffel, Leiter des Geschäftsbereichs Ausbildung bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) für die Pfalz in Ludwigshafen. Unternehmen hätten dankenswerterweise aber Unterstützung angeboten, teils würden Prüfungen nun auch in großen Firmenkantinen geschrieben. Toiletten können in der Corona-Krise ebenfalls nicht wie sonst genutzt werden, Warteschlangen gilt es zu vermeiden. Vereinzelt stellt die IHK für die Pfalz Böffel zufolge Toilettenwagen auf.

INFEKTIONSZAHLEN

In Rheinland-Pfalz sind am Samstag erneut nur wenige Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Gegenüber dem Vortag erhöhte sich die Gesamtzahl der seit Beginn der Pandemie mit dem Erreger Sars-CoV-2 infizierten Menschen um 17 auf 6769 (Stand: 10.15 Uhr), wie das Gesundheitsministerium in Mainz mitteilte. Erneut kamen keine Todesfälle hinzu, wie schon seit dem 27. Mai. Damit sind im Zusammenhang mit Covid-19 bislang 230 Menschen in Rheinland-Pfalz gestorben. Aktuell gibt es offiziell 219 Infizierte, 6320 gelten als genesen.

Von der Schwelle für eine erneute Verschärfung der Beschränkungen des öffentlichen Lebens sind alle Städte und Kreise weit entfernt. Diese liegt bei 50 Neuerkrankungen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Den höchsten Wert haben hier Kaiserslautern 16 und Mainz mit 10.

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