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Bätzing-Lichtenthäler für neue Teststrategie bei Urlaubern

25.08.2020 - Urlauber sollen sich bald nicht mehr kostenlos auf das Coronavirus testen lassen können. Auch Rheinland-Pfalz unterstützt diese Linie. Insgesamt werden bei den Reisenden nur verhältnismäßig wenige Erkrankte gefunden.

  • Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD), Gesundheitsministerin von Rheinland-Pfalz. Foto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD), Gesundheitsministerin von Rheinland-Pfalz. Foto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) hält die neue Teststrategie bei Reisen für richtig. «In Rheinland-Pfalz wurden weniger als ein Prozent der Reiserückkehrer an den Teststationen des Landes mit einem positiven Befund auf das Coronavirus getestet», sagte die Ministerin der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Die endgültige Entscheidung zu den in der Schalte der Gesundheitsministerkonferenz besprochenen Inhalten werde am Donnerstag in einem Gespräch der Kanzlerin mit den Regierungschefs der Länder in dieser Woche getroffen.

«Die Testung von Urlaubsrückkehrern war in der Ferienzeit eine gute Ergänzung zu unserer Teststrategie des Landes», sagte Bätzing-Lichtenthäler. «Besonders mit Blick auf den Herbst sollten wir uns nun wieder auf die anlassbezogene Populationstestung konzentrieren», betonte die Ministerin. «Die breite Testung um einen positiven Fall herum ist sehr effektiv, um frühzeitig und gezielt Maßnahmen ergreifen zu können und Infektionsketten zu unterbrechen.»

Nach der Schalte der Gesundheitsminister soll es kostenlose Corona-Tests für Urlauber bei der Einreise nach Deutschland nach Ende der Sommerreisesaison nicht mehr geben. Außerdem soll die erst kürzlich eingeführte Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten wieder abgeschafft werden. Kritik an der Abschaffung kam aus Bayern. In Rheinland-Pfalz sind die Sommerferien seit gut einer Woche vorbei.

Im Moment gilt, dass Reisende, die in Risikogebieten waren, sich nach der Einreise testen lassen müssen, wenn sie keinen eigenen - maximal 48 Stunden - alten negativen Test vorweisen können. Ein negatives Ergebnis hebt die vorgeschriebene Quarantänepflicht auf. Seit Ende Juli können sich zudem Urlaubsrückkehrer auch aus Nicht-Risikogebieten in Deutschland kostenlos auf Corona testen lassen.

Rheinland-Pfalz hatte Anfang August als Ergänzung bestehender Einrichtungen vier Teststationen für Reiserückkehrer eingerichtet. Am Flughafen Hahn sowie im Grenzbereich zu Luxemburg, Frankreich und Belgien wurden nach Angaben des Ministeriums zwischen dem 6. und 25. August insgesamt 21 434 Tests gemacht. Von diesen liegen bislang 21 133 Befunde vor: Darunter gebe es 136 positive Befunde auf Covid-19.

Bei 106 der positiv Getesteten handele es sich um Einreisende aus Risikogebieten, 30 kamen aus Nicht-Risikogebieten. Die betroffenen Personen würden umgehend nach Vorliegen des positiven Laborbefundes von den Gesundheitsämtern informiert, hieß es.

Nach Problemen mit vielen handschriftlich ausgefüllten Formularen bei der Teststation an der Autobahn bei Trier meldete unterdessen auch der Rhein-Hunsrück-Kreis Schwierigkeiten bei der Station am Flughafen Hahn. Zuvor hatte der SWR darüber berichtet.

Laut einer Kreissprecherin dauerte anfangs die Übersendung der Testergebnisse so lange, dass das Testlabor gewechselt und die Abläufe beschleunigt worden seien. In manchen Fällen hätten die zurückgekehrten Flugreisenden ihre Mailadresse gar nicht oder unleserlich angegeben, so dass die Testergebnisse zeitaufwendig als Briefe verschickt worden seien. In Einzelfällen seien diese wegen falscher Angaben der Postadresse nie angekommen.

Insgesamt ist in Rheinland-Pfalz die Zahl der bestätigten Corona-Fälle von Montag auf Dienstag um 59 auf 8734 gestiegen. Aktuell sind 968 Menschen im Bundesland infiziert, wie das Gesundheitsministerium in Mainz mitteilte (Stand 10.30 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 liegt unverändert bei 243. Insgesamt 7523 Personen sind wieder genesen.

Die meisten Infektionen in den vergangenen sieben Tagen wurden am Dienstag mit 33 Fällen auf 100 000 Einwohner weiterhin im Kreis Germersheim gezählt. Danach folgten der Kreis Alzey-Worms mit 21 und die Stadt Worms mit 20 Fällen.

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