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Bahn zahlt bei Baustellen Anwohnern manchmal ein Hotel

15.06.2019 - Kaub (dpa/lrs) - Die Deutsche Bahn zahlt direkten Anwohnern mancher Baustellen Übernachtungen im Hotel. Heinz Dieter Kimpel in Kaub am Rhein zum Beispiel sagte der Deutschen Presse-Agentur, er und seine Frau hätten als Anlieger der rechtsrheinischen Bahnstrecke bei nächtlichen Gleisbauarbeiten dieses Angebot angenommen: «Wir waren im Mai ein Wochenende in Grevenbroich (Nordrhein-Westfalen) und eins in Bad Kissingen (Bayern). Die Bahn hat uns bis zu 80 Euro pro Nacht für das Doppelzimmer zugesagt. Wir sind zufrieden.»

  • Ein Zug steht in einem Bahnhof. Foto: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Zug steht in einem Bahnhof. Foto: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Ein Bahnsprecher erklärte: «Ob wir Hotelübernachtungen anbieten, hängt von der jeweiligen Baustelle und vor allem von der zu erwartenden Lärmbelastung ab. Es geht hier um regionale Einzelfälle, daher gibt es hierzu keine bundesweite Statistik.» Bei größeren Baustellen sehe in der Regel ein Lärmgutachten Auflagen zum Schutz der Anwohner vor. Bei den Planungen werde grundsätzlich auf möglichst wenig Lärmbelastung geachtet. So werde beispielsweise geprüft, ob sogenannte Rottenwarnanlagen, die Bauarbeiter auf herannahende Züge hinwiesen, durch leisere Verfahren ersetzt werden könnten.

Grundsätzlich versucht die Bahn laut dem Sprecher, laute Nachtarbeit zu vermeiden. Andernfalls würden Anwohner etwa mit Flugblättern in Briefkästen zuvor informiert. Teils würden mobile Lärmschutzwände eingesetzt. «Weitere sind derzeit in der Erprobung.» Auch gebe es bei größeren Baustellen Ansprechpartner für Lärmschutz. «Wer Anspruch auf eine Hotelübernachtung hat, ist in der Regel im Baulärmgutachten geregelt», erklärte der Sprecher. Die Mittelklassehotels würden von der Bahn vorgeschlagen oder mit den Anwohnern abgesprochen.

Der Kauber Bürger Kimpel sagte, teils hätten an Wochenenden die ganze Nacht Alarmsirenen geheult. «Da sind Leute, die weiter weg wohnen und kein Hotel angeboten bekommen haben, auf die Barrikaden gegangen.»

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