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Baldauf führt CDU in Landtagswahlkampf von Rheinland-Pfalz

17.11.2019 - Er soll gegen Malu Dreyer punkten: Christian Baldauf tritt bei der Landtagswahl 2021 als CDU-Spitzenkandidat an. Derweil hat die AfD in Rheinland-Pfalz einen neuen Landeschef gewählt.

  • Christian Baldauf, Fraktionsvorsitzender der rheinland-pfälzischen CDU, spricht beim Parteitag. Foto: Uwe Anspach/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Christian Baldauf, Fraktionsvorsitzender der rheinland-pfälzischen CDU, spricht beim Parteitag. Foto: Uwe Anspach/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Neustadt/Weinstraße (dpa/lrs) - Die CDU und die AfD in Rheinland-Pfalz haben auf ihren Parteitagen am Wochenende Weichen für die Landtagswahl 2021 gestellt. Für die Christdemokraten wird Christian Baldauf als Spitzenkandidat gegen Malu Dreyer antreten. Der 52-Jährige wurde mit 80,25 Prozent der Stimmen gewählt. 321 der 407 Delegierten des Landesparteitags in Neustadt/Weinstraße stimmten für den Juristen aus der Pfalz. Sein Herausforderer, der Landrat des Rhein-Hunsrück-Kreises Marlon Bröhr (45), unterlag deutlich mit nur 79 Stimmen.

Baldauf, der als verlässlicher Teamplayer gilt, appellierte in seiner gut halbstündigen, mehrfach von Applaus unterbrochenen Rede an die Partei, ihn zu unterstützen. Er forderte mehr Erzieher, Lehrer, Pfleger, Medizin-Studienplätze und Ärzte sowie eine wohnortnahe medizinische Versorgung. Er versprach mehr Geld für die Kommunen sowie eine «ernsthafte Umwelt- und Klimapolitik ohne Hysterie», die die Städte nicht gegen das Land ausspiele. Er wolle die Wirtschaftspolitik und Investitionen in Brücken, Straßen, und den Breitband- und Mobilfunkausbau voranbringen.

Eine Zusammenarbeit mit der AfD werde es nicht geben, betonte Baldauf. «Die AfD will eine andere Republik.» Die CDU müsse die Nichtwähler zurückgewinnen.

Derweil hat die AfD am Wochenende Michael Frisch zu ihrem neuen Vorsitzenden in Rheinland-Pfalz gewählt. Der 62-jährige Oberstudienrat aus Trier erhielt beim Parteitag in Bingen 294 von 394 gültigen Stimmen (74,6 Prozent). Sein Vorgänger Uwe Junge war nicht mehr angetreten und will für den Bundesvorstand kandidieren. Frisch betonte, für ihn sei trotz des Landesvorsitzes offen, wer für die Partei 2021 als Spitzenkandidat in die Landtagswahl gehen werde. Dass er das werde, könne er sich durchaus vorstellen.

Seine Bewerbung für den Vorsitz hatte er erst am Freitag bekanntgemacht. Zuvor hatte Fraktionsvize Joachim Paul auf die Kandidatur verzichtet, als unter anderem der Vorwurf laut geworden war, er habe vor Jahren einen Beitrag für eine NPD-nahe Zeitschrift verfasst, was er bestreitet. In der Abschlussrede am Sonntag sagte Frisch, der Parteitag habe gezeigt, «dass wir in der Lage sind, eine schwierige innerparteiliche Situation zu bewältigen». Nun könne die AfD durchstarten Richtung Landtagswahl.

In Rheinland-Pfalz wird 2021 - voraussichtlich im Frühjahr - ein neuer Landtag gewählt. Die Grünen hatten bereits im Oktober Anne Spiegel als designierte Spitzenkandidatin nominiert.

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