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Bauern befürchten Ernteeinbußen wegen Dürre

10.07.2019 - Die Ernte der Wintergerste fällt nach Einschätzung der Bauern zufriedenstellend aus. Mit anderen Getreidesorten und vor allem mit Futtermitteln sieht es schlechter aus. Landwirtschaftsminister Wissing gewährt Bauern daher Ausnahmen. Und alle hoffen auf Regen.

  • Weizen steht auf einem Feld. Foto: Friso Gentsch/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Weizen steht auf einem Feld. Foto: Friso Gentsch/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mainz/Koblenz (dpa/lrs) - Die Erträge der Getreide- und Futtermittelernte in Rheinland-Pfalz werden 2019 wegen der Trockenheit voraussichtlich unter dem Durchschnitt liegen. Um Futterengpässe zu vermeiden, hat Landwirtschaftsminister Volker Wissing (FDP) den Landwirten genehmigt, brachliegende Ackerflächen zur Beweidung zu nutzen oder zu mähen. «Die Trockenheit hat die Futterversorgung für viele tierhaltende Betriebe deutlich erschwert», teilte das Ministerium am Mittwoch mit.

Die Ernte bei der Wintergerste sei zwar zufriedenstellend, die Erwartungen bei Winterweizen, Sommergerste, Roggen und Hafer seien wegen der Hitze Ende Juni gedämpft, sagte der Sprecher des Bauern- und Winzerverbands Rheinland-Pfalz Süd, Andreas Köhr, der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. «Wenn es jetzt nicht regnet, kommen wir beim Winterweizen vielleicht noch mit einem blauen Auge davon», sagte Herbert Netter vom Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau. Die Ernte könne wegen der Notreife bereits am kommenden Wochenende beginnen. «Beim Sommergetreide sieht es aber böse aus.»

Die Trockenheit könne die Viehbetriebe deutlich treffen, sagte Netter. «Die Trockenheit hat dieses Jahr früher angefangen.» Die Futtervorräte von Gras und Mais für die Tiere seien 2018 aufgebraucht worden. Viele Bauern hätten schon zukaufen müssen. «Die Trockenheit 2019 schlägt daher sofort durch.»

Die ersten beiden Grünlandschnitte fielen Köhr und Netter zufolge ganz gut aus. Der für die Vieh-Betriebe notwendige dritte und vierte Schnitt könne wegen der Trockenheit allerdings vielerorts wegfallen, befürchtete Netter. Köhr geht von geringeren Erträgen beim dritten Schnitt aus. «Bei Mais, Kartoffeln und Zuckerrüben kommt es auf die nächsten Wochen an», sagte er. «Das ist abhängig vom Regen.» Netter ergänzte: «Der Mais braucht dringend Wasser, um die Kolben auszubilden.»

Anders bei der Wintergerste: Der Großteil sei bereits geerntet und die Ergebnisse ganz zufriedenstellend - etwa auf Vorjahresniveau, sagte Köhr. Netter berichtete ebenfalls von einer weitgehend guten Ernte der Wintergerste. Der Ertrag sei sehr gut und ungefähr so hoch wie im vergangenen Jahr, also vielerorts etwa sieben bis acht Tonnen pro Hektar. Die Winterfeuchte habe ausgereicht.

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