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Beierlorzer fordert gegen RB Leipzig «brutale Maloche»

22.05.2020 - Nicht mehr als mutlose Sparringspartner waren die Mainzer Profis in der Hinrunde bei RB Leipzig. Mit 8:0 fegten die Schützlinge von Trainer Julian Nagelsmann die 05er aus dem Stadion. Auch ohne Zuschauer wollen die Mainzer das Ergebnis nun korrigieren.

  • Der Mainzer Trainer Achim Beierlorzer. Foto: Torsten Silz/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der Mainzer Trainer Achim Beierlorzer. Foto: Torsten Silz/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Heimspiele gegen den Emporkömmling RB Leipzig waren für den FSV Mainz 05 immer emotionale Highlights. Anfang Mai 2019 schwappte die Laola-Welle durch die Arena, als Jean-Philippe Mateta kurz vor Schluss nach 1:3 zum 3:3 ausglich. Am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) fehlen in der ersten Heimpartie ohne Zuschauer in der FSV-Geschichte der Fußball-Bundesliga die Emotionen auf den Rängen. Trainer Achim Beierlorzer, der zwischen 2014 und 2017 bei den Sachsen arbeitete, hat den Plan für ein gutes Ergebnis. «Wir brauchen Balance, Mut, viel Selbstvertrauen, aber ganz besonders eins: Brutale Maloche.»

Das strenge DFL-Hygienekonzept ist von Profis und Stab längst verinnerlicht. Nach dem Ende der Hotel-Quarantäne müssen sich alle in Eigenregie im häuslichen Umfeld vor dem Corona-Virus schützen. «Alle sind noch einmal auf die Regeln hingewiesen worden», sagte Beierlorzer. Bisher sind die Tests negativ.

«Am Samstag wird wieder getestet», erklärte Sportvorstand Rouven Schröder, der wie beim 2:2 in Köln wieder von der Tribüne aus das Spiel beobachten wird. «Da kann ich zumindest mal aufstehen und herumlaufen.» Der wieder aufgenommene Spielbetrieb ist für Schröder nicht das Zeichen für Vertragsgespräche. Stefan Bell und Daniel Brosinski, deren Verträge in diesem Jahr auslaufen, müssen sich weiter gedulden.

Intensiv wie das Training auf dem Rasen verlaufen die Mainzer Vorbereitungen rund um die Opel Arena. Das Gelände um das Stadion des Tabellen-15. ist weiträumig abgesperrt, die Abläufe innerhalb der Arena intensiv geübt. «Wir wollen schließlich den hohen Ansprüchen gerecht werden», betonte Schröder. Die Fan-Gruppierungen haben dem FSV versichert, dass es keine Aktionen in Stadion-Nähe geben wird. Das entspricht auch den Informationen, die der Polizei vorliegen. «Wir schauen uns das genau an», sagte Polizei-Sprecher Rinaldo Roberto.

Genau beobachtet haben Beierlorzer und sein Team den Leipziger Auftritt beim 1:1 gegen den SC Freiburg. Der Franke in 05-Diensten aber will die Freiburger Herangehensweise nicht als Blaupause nutzen. «Wir müssen bei uns bleiben, enge Abstände halten und Zweikämpfe gewinnen, um das RB-Spiel zu unterbinden. Aber wir müssen auch die Räume für eigene Abgriffe nutzen.» Beierlorzer ist sich sicher, dass seine Profis endlich die lange vermisste Konstanz zeigen werden. «Alle wissen, um was es geht. Ein Dreier wäre ein Riesenschritt im Kampf um den Klassenerhalt.»

Die Partie gegen RB ist der Auftakt zur ersten Englischen Woche mit den folgenden Begegnungen bei Union Berlin (Mittwoch) und gegen 1899 Hoffenheim (Samstag). Da trifft es sich gut, dass bis auf Torhüter Robin Zentner alle Spieler einsatzfähig sind. Wie gewohnt lässt sich Beierlorzer bei der Aufstellung nicht in die Karten schauen.

Mateta kann nach seiner Gelb-Rot-Sperre wieder dabei sein. Einen Freibrief hat der Franzose aber nicht. «Jeder wird gebraucht, alles ist möglich», sagte Beierlorzer. Taktisch ist eine Rückkehr zur Dreier-Kette denkbar. «Doch es geht auch mit Vierer-Kette. Entscheidend ist doch, dass wir Leipzig keine Räume anbieten. Alle müssen mitmachen, dann kann es auch klappen.»

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