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Beratungsstelle gegen Rechtsextremismus stärker gefragt

21.02.2020 - Koblenz (dpa/lrs) - Die mobile Beratungsstelle gegen rechte, rassistische und antisemitische Gewalt (m*power) in Rheinland-Pfalz ist immer stärker gefragt. Allein im Januar 2020 seien 20 neue Beratungsfälle dazu gekommen, etwa doppelt so viele wie im gleichen Monat des Vorjahres, sagte der Leiter von m*power in Koblenz, Rolf Knieper, der Deutschen Presse-Agentur. Von August an soll die Einrichtung auch zur Meldestelle für antisemitische Vorfälle ausgebaut werden, wie Wolfgang Faller vom Familien- und Integrationsministerium in Mainz sagte.

  • Der Leiter der mobilen Beratungsstelle m*power in Rheinland-Pfalz, Rolf Knieper. Foto: Thomas Frey/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der Leiter der mobilen Beratungsstelle m*power in Rheinland-Pfalz, Rolf Knieper. Foto: Thomas Frey/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Im vergangenen Jahr zählte Knieper 96 Beratungsfälle, nach 37 (2018) und 13 im ersten Jahr 2017. «Und wir kratzen nur an der Spitze des Eisbergs.» Auch die Seminare der Beratungsstelle seien zunehmend gefragt, nicht nur an Schulen, sondern sogar schon an Kitas.

Opfer der rechtsextremen oder rassistischen Gewalt seien besonders häufig Migranten, politisch Andersdenkende, alternativ gekleidete Jugendliche, schwarze Deutsche, Wohnungslose sowie Schwule und Lesben. Betroffen seien alle sozialen Schichten und Altersgruppen. Die Täter seien meist Männer.

«Die schrecklichen Morde von Hanau zeigen einmal mehr, wie groß die Gefahr durch gewaltbereite Rechtsextremisten in Deutschland ist», sagte die grüne Landtagsabgeordnete Pia Schellhammer. Frühwarnsysteme und Beratung wie bei m*power müssten daher dringend weiter gestärkt werden.

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