Bildung und Gesundheit wichtigste Themen bei Landtagswahl

04.03.2021 Die Gesundheitspolitik ist für die Rheinland-Pfälzer einer Umfrage zufolge ein Topthema bei der Landtagswahl. Noch wichtiger ist ihnen jedoch etwas anderes.

Briefwahlumschläge liegen in einer Wahlurne. Foto: Thomas Frey/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bildung und Gesundheit sind einer Umfrage zufolge für die Rheinland-Pfälzer die wichtigsten Themen bei der Landtagswahl. Das ergab eine repräsentative Befragung des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK), die knapp zwei Monate vor der Wahl am 14. März durchgeführt wurde. 96 Prozent der Befragten nannten danach die Bildungspolitik sehr wichtig oder wichtig und 92 Prozent die Gesundheitspolitik, wie die TK der Deutschen Presse-Agentur in Mainz mitteilte.

«Weiter hinten folgen dann die «Energiepolitik» (87 Prozent), «Innere Sicherheit» (82 Prozent) und die «Familienpolitik», gleichauf mit der «Schaffung von Rahmenbedingungen zur Sicherung des Wirtschaftswachstums» (79 Prozent).» Die Staatsverschuldung ordneten in der Pandemie zwei Drittel (67 Prozent) als wichtig oder sehr wichtig ein.

«Eine bessere regionale Verteilung von Arztpraxen - insbesondere in der Fläche» - das sei für 95 Prozent der Umfrageteilnehmer von großer Wichtigkeit gewesen, teilte die TK mit. Für 94 Prozent sei es dringend erforderlich, den Pflegeberuf attraktiver zu gestalten. Mehr in die Kliniken des Landes zu investieren, hielten 90 Prozent der Befragten für angezeigt, wie die TK mitteilte.

Für eine aufwendige Operation würden 93 Prozent ein Krankenhaus mit umfassender Erfahrung vorziehen, selbst wenn sie dafür weitere Wege in Kauf nehmen müssten. Nur sechs Prozent sei Wohnortnähe wichtiger als Spezialisierung. Die Bettenzahl einer Klinik sei nur für jeden Fünften bei der Entscheidung für ein Krankenhaus ein entscheidendes Kriterium.

Drei Viertel der Befragten wünschten sich, dass mehr ambulante Behandlungen möglich seien. «Fachabteilungen zu schließen oder diese mit Abteilungen anderer Krankenhäuser zusammenzulegen, um so Personal zu konzentrieren, bevorzugten 82 Prozent der Rheinland-Pfälzer gegenüber der Möglichkeit, in einer unterbesetzten Abteilungen behandelt zu werden», heißt es in der Mitteilung der TK. Dies gelte auch, wenn sie längere Strecken auf sich nehmen müssten.

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