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Kontroverse Debatte über Schulstreik für Klimaschutz

19.02.2019 - Mainz (dpa/lrs) - Vier von fünf Fraktionen im Landtag Rheinland-Pfalz haben am Dienstag das Engagement von Schülern für Klimaschutz begrüßt. In einer Debatte im Bildungsausschuss des Landtags Rheinland-Pfalz betonte der Staatssekretär im Bildungsministerium, Hans Beckmann (SPD), aber auch, dass kein Weg an der Schulpflicht vorbeiführe. Das Anliegen könne auch mit Aktionen außerhalb der Schulzeit befördert werden.

  • Schüler demonstrieren vor dem Mainzer Hauptbahnhof für wirksamen Klimaschutz und einen sofortigen Kohleausstieg. Foto: Peter Zschunke/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Schüler demonstrieren vor dem Mainzer Hauptbahnhof für wirksamen Klimaschutz und einen sofortigen Kohleausstieg. Foto: Peter Zschunke/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Ein Schulstreik am Samstagnachmittag ist ineffizient», sagte hingegen der Grünen-Abgeordnete Daniel Köbler. Mögliche Konsequenzen würden die Teilnehmer in Kauf nehmen, weil ihnen der Klimaschutz besonders dringlich sei. «Wenn man sich immer an alle Regeln und Konventionen gehalten hätte, kann man die Welt auch nicht verändern.»

Der AfD-Abgeordnete Joachim Paul widersprach: «Regeln müssen auch gelten», sagte Paul. Er kritisierte, dass «bei diesem angeblichen Schülerstreik, der letztendlich ein Schulschwänzen war», die Debatte zu kurz gekommen sei und dass sich an den Demonstrationen auch linksextreme Gruppen beteiligt hätten.

Seit Mitte Januar haben sich mehr als tausend Schüler in Rheinland-Pfalz der Protestbewegung «Fridays for Future» angeschlossen, die von der schwedischen Schülerin Greta Thunberg gestartet worden war. Anstelle des Unterrichts nahmen sie an Demonstrationen teil.

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