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Bischof Kohlgraf ruft zu globaler Solidarität auf

01.10.2020 - Die Aktion Weltmissionstag ist laut Veranstalter die größte globale katholische Solidaritätsaktion. Die Kollekte in den Gottesdiensten in Deutschland geht am 25. Oktober an die ärmsten Länder der Welt. Westafrika steht in der Corona-Pandemie im Mittelpunkt.

  • Pfarrer Dirk Bingener, Präsident des Hilfswerks Missio. Foto: Roberto Pfeil/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Pfarrer Dirk Bingener, Präsident des Hilfswerks Missio. Foto: Roberto Pfeil/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die schwierige Lage der katholischen Kirche in Westafrika während der Corona-Pandemie ist der Schwerpunkt der diesjährigen Aktion zum Weltmissionstag in Deutschland. Die Finanzierung der Arbeit der Kirche in Westafrika sei unter den Bedingungen der Corona-Pandemie doppelt gefährdet, sagte der Präsident des Missionswerk Missio Aachen, Pfarrer Dirk Bingener, am Donnerstag in Mainz.

Die Kirche in Nigeria, Niger, Burkina Faso, Senegal, Mali und Ghana ersetze oft mangelnde staatliche Leistungen für die Menschen, deren Existenz etwa durch Arbeitslosigkeit in der Pandemie gefährdet sei. Sie sei vor allem auf Spenden angewiesen, die Kollekten fielen aber deutlich geringer aus, weil wegen des Coronavirus weniger Menschen in die Gottesdienste kommen könnten. «Die, die kleine Beiträge spenden, können das auch nicht mehr», ergänzte der Missio-Projektionspartner Erzbischof Ignatius Kaigama in einer Videobotschaft aus Nigeria.

«Wir setzten uns für globale Solidarität aus christlichem Glauben ein», sagte der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf. «Wir dürfen Nationalismus, Populismus und Spaltung der Menschen nicht tatenlos zusehen.» Dies vergifte das Zusammenleben. «Wir brauchen mehr Begegnung über alle Grenzen hinweg - auch digital, wenn es in Corona-Zeiten nicht anders geht.»

Am Weltmissionstag - 25. Oktober - wird in den katholischen Gottesdiensten in Deutschland für die Arbeit und Infrastruktur der katholischen Kirche in den ärmsten Regionen der Welt gesammelt. Bingener und Kohlgraf eröffnen in Deutschland die nach eigenen Angaben größte weltweite katholische Solidaritätsaktion an diesem Sonntag mit einem Gottesdienst im Mainzer Dom. Unter dem Leitwort «Selig, die Frieden stiften - Solidarisch für Frieden und Zusammenhalt» wird den ganzen Monat über die Arbeit der Kirche in den ärmsten Regionen der Welt informiert. Der Abschluss ist am 25. Oktober in Passau.

Rund 1100 der weltweit 2500 Bistümer der katholischen Kirche liegen in den ärmsten Ländern der Welt. Seit 1926 wird am Weltmissionstag im Oktober für sie gesammelt. In Deutschland wird er von missio Aachen und missio München organisiert. Die Münchener sind für die sieben bayerischen Diözesen und die Diözese Speyer zuständig. Missio Aachen für alle anderen 19 Diözesen in Deutschland. Es verfügte 2019 über ein Projekt- und Kampagnenvolumen von rund 47,4 Millionen Euro mit dem 946 Projekte in 68 Ländern gefördert wurden. Missio Aachen sammelte am Weltmissionstag 2019 eine Kollekte von rund 3,54 Millionen Euro.

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