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Bistum Trier zahlte bislang 506 000 Euro an Missbrauchsopfer

09.01.2020 - Trier (dpa/lrs) - Rund zehn Jahre nach dem Bekanntwerden des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche hat das Bistum Trier 506 000 Euro an Opfer gezahlt. Insgesamt 162 Betroffene hätten sich in den vergangenen Jahren gemeldet, teilte Bistumssprecherin Judith Rupp am Donnerstag mit. Insgesamt seien 105 Anträge «auf materielle Leistung in Anerkennung des erlittenen Leids» bewilligt worden.

  • Stephan Ackermann, Bischof von Trier. Foto: Harald Tittel/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Stephan Ackermann, Bischof von Trier. Foto: Harald Tittel/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Das ausgezahlte Geld stamme nicht aus der Kirchensteuer, sondern aus Mitteln des Bischöflichen Stuhls. Von den Opfern wurden den Angaben zufolge 53 bereits verstorbene und 36 noch lebende Priester beschuldigt. Wo möglich, fordere das Bistum die finanziellen Leistungen von den Tätern zurück. Zudem könnten auch Therapiekosten übernommen werden. Derzeit liefen drei kirchenrechtliche Voruntersuchungen gegen Kleriker, zwei davon ruhten wegen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft.

2010 war die katholische Kirche vom Skandal um jahrzehntelangen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen erschüttert worden. Der Trierer Bischof Stephan Ackermann ist seitdem als Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für Fragen des sexuellen Missbrauchs mit der bundesweiten Aufarbeitung betraut. Zum Bistum Trier gehören knapp 1,4 Millionen Katholiken in Rheinland-Pfalz und im Saarland.

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