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Boehringer Ingelheim steigert Umsatz in Corona-Pandemie

03.08.2020 - Der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim arbeitet mit Hochdruck an der Entwicklung neuer Corona-Medikamente. In Zeiten der Pandemie profitierte das Unternehmen unterdessen von Vorratskäufen.

  • Ein Mann geht an der Unternehmenszentrale des Pharmaunternehmens Boehringer Ingelheim vorbei. Foto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Mann geht an der Unternehmenszentrale des Pharmaunternehmens Boehringer Ingelheim vorbei. Foto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim hat in der Corona-Krise seinen Umsatz gesteigert. Die Erlöse des rheinhessischen Unternehmens kletterten im ersten Halbjahr währungsbereinigt um 4,4 Prozent gemessen am Vorjahreszeitraum auf 9,7 Milliarden Euro, wie Boehringer am Montag in Ingelheim mitteilte.

Alle drei Geschäftsbereiche - Medizin für Menschen und Tiere sowie biopharmazeutische Auftragsproduktion - hätten zum Umsatzplus beigetragen. Dabei profitierte Boehringer Ingelheim auch von einer höheren Arznei-Nachfrage in Zeiten der Pandemie: Ein Teil des Wachstums sei auf Vorratskäufe zurückzuführen. So hätten sich Großhändler und Regierungen weltweit mit Medikamenten eingedeckt. Den Gewinn wies das Unternehmen zum Halbjahr nicht aus.

Während der Pandemie sei die Sicherung der Medikamenten-Produktion an den mehr als zwei Dutzend Standorten und die Versorgung der Menschen und Tiere ein Schwerpunkt der Arbeit gewesen, betonte Boehringer. Es habe in der Corona-Krise keine Lieferengpässe gegeben.

Die Pandemie treibt Boehringer mit gut 51 000 Mitarbeitern weiter um. Viele Wissenschaftler des Unternehmens arbeiten in internationalen Netzwerken an der Entwicklung neuer Medikamente speziell gegen das Coronavirus SARS-CoV-2. Dabei liege der Schwerpunkt auf Antikörpern, die das Virus neutralisieren und auf kleinen Molekülen, die direkt gegen das Virus wirken. Überprüft werde auch, ob sich bereits vorhandene Produkte und Medikamentenkandidaten umfunktionieren ließen, um die Gewebeschäden zu bekämpfen, die als unmittelbare Reaktion auf eine Infektion entstünden.

Im ersten Halbjahr machte Boehringer erneut mit Humanpharma den größten Umsatz. Dort wuchs der Erlös währungsbereinigt um 4,6 Prozent auf 7,1 Milliarden Euro. Wachstumstreiber waren Diabetes-Arzneien sowie ein Atemwegspräparat, das in der EU, den USA, Kanada und Japan für ein neues Anwendungsgebiet, eine spezielle Lungenerkrankung, zugelassen ist.

Bei der Tiergesundheit wuchsen die Erlöse um 4,2 Prozent auf rund 2,2 Milliarden Euro. Umsatzstärkstes Produkt ist ein Antiparasitikum für Hunde. In der Biopharmazeutischen Auftragsproduktion stieg der Umsatz um 16,5 Prozent auf 318 Millionen Euro.

Schon im Geschäftsjahr 2019 hatte Boehringer Gewinn und Umsatz steigern können. Der Gewinn lag damals bei 2,7 Milliarden, die Erlöse kletterten währungsbereinigt um 5,7 Prozent auf 19,0 Milliarden Euro.

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