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Breite Kritik im Landtag an Klöckners Tierwohlkennzeichen

20.02.2019 - Mainz (dpa/lrs) - Parteiübergreifend ist im rheinland-pfälzischen Landtag das von Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) geplante Tierwohlkennzeichen kritisiert worden - jedoch in unterschiedlicher Art und Weise. Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) sagte, wünschenswert wären etwa verpflichtende Vorgaben für die Schlachtung gewesen. «Denn jedes Tier muss natürlich schonend geschlachtet werden.» Bei der Label-Entwicklung seien die Länder nicht einbezogen worden, es fehle der Anschluss zu bestehenden Kennzeichnungen.

  • Julia Klöckner (CDU), Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, beantwortet bei der Sitzung des Bundestages Fragen. Foto: Kay Nietfeld © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Julia Klöckner (CDU), Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, beantwortet bei der Sitzung des Bundestages Fragen. Foto: Kay Nietfeld © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Das geplante neue Tierwohlkennzeichen für Fleisch im Supermarkt soll unter anderem Vorgaben für Ställe, Transport und Schlachtung machen. In der ersten Stufe sollen Schweine 20 Prozent mehr Platz im Stall haben als gesetzlich vorgeschrieben. Das sei nicht genug, monierten der Grünen-Abgeordnete Andreas Hartenfels und SPD-Parlamentarierin Nina Klinkel, die auch das Prinzip der Freiwilligkeit kritisierten.

Marco Weber mahnte als Sprecher für Landwirtschaft der FDP-Fraktion, es dürfe nicht alles in der Landwirtschaft schlecht geredet werden. «In Rheinland-Pfalz haben wir keine Agrarfabriken, wir haben auch keine Massentierhaltung.» Mit Blick auf das Klöckner-Vorhaben sagte er: «Wir werden einen Label-Wust bekommen.» Es brauche ein europaweites System.

Aufseiten der AfD-Fraktion sagte Timo Böhme, das Label bringe mehr Bürokratie, letztlich müsse es vom Steuerzahler bezahlt werden. Auf CDU-Seite sagte Michael Billen, abgesehen von den üblichen «schwarzen Schafen» bemühe sich jeder Bauer um das Tierwohl. Es sei aber leider nicht wegzudiskutieren, dass noch immer der Großteil der Verbraucher eher zum günstigen Fleisch greife - ein «Strohschwein» sei aber nunmal dreimal so teuer wie ein herkömmlich gehaltenes Tier.

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