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Brückensperrung und Unfälle: Massive Verkehrsprobleme

13.01.2020 - Zeitweise geht gar nichts mehr: Pendler zwischen Rheinland-Pfalz und Hessen müssen am Montag viel Geduld aufbringen. Das liegt an der Sperrung der Theodor-Heuss-Brücke und etlichen Unfälle auf den Ausweichstrecken. Der Busverkehr über die Brücke hingegen klappt.

  • Verkehrspolizisten leiten Autos auf der L119 an der Theodor-Heuss-Brücke vorbei. Foto: Silas Stein/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Verkehrspolizisten leiten Autos auf der L119 an der Theodor-Heuss-Brücke vorbei. Foto: Silas Stein/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mainz/Wiesbaden (dpa) - Die Sperrung der Theodor-Heuss-Brücke zwischen Mainz und Wiesbaden hat am Montagmorgen für viele Fahrer den Start in den Tag erschwert. Insgesamt 45 Kilometer Stau habe es im Berufsverkehr allein rings um Mainz gegeben, sagte ein Polizeisprecher. Zu Beeinträchtigungen kam es im gesamten Bereich der beiden Ausweichrouten über die A643 und die A60. Auch auf den Autobahnzubringern der A63 und der B9 stockte der Verkehr.

Neben der Sperrung verschärften noch mehrere Unfälle die Situation. Dadurch sei der Verkehr in einigen Fällen ganz zum Erliegen gekommen, sagte der Sprecher. «Teilweise mussten Fahrzeuge abgeschleppt werden und solange musste natürlich ein Fahrstreifen gesperrt werden.» Eine andere Auswirkung der Sperrung: «Der Berufsverkehr hat deutlich früher eingesetzt.» Schon ab 6 Uhr sei viel los gewesen. «Die Gesamtsituation war heute Morgen nicht wünschenswert.»

Wegen Sanierungsarbeiten ist die Theodor-Heuss-Brücke über den Rhein zwischen Mainz und Wiesbaden seit Sonntag für Autos, Lastwagen und Motorräder gesperrt. Die Sperrung wird voraussichtlich vier Wochen dauern. Während dieser Zeit dürfen unter anderem Fußgänger und Radfahrer trotzdem die Brücke nutzen.

Das gilt auch für öffentliche Busse. Am Montag funktionierte das der Verkehrsgesellschaft Mainzer Mobilität zufolge im Bereich der Brücke gut. Einige Busse seien aber aufgrund der Staus auf den Ausweichstrecken verspätet angekommen. Ob die Kapazitäten der bislang eingesetzten Busse ausreichten, werde nun beobachten. Möglicherweise werde nachjustiert, wenn bei schlechtem Wetter sich mehr Menschen für eine Mitfahrt entschieden.

Positive Worte zu der Lage auf der Brücke selbst kamen auch von hessischer Seite. Der Leiter des Wiesbadener Straßenverkehrsamtes, Winnrich Tischel, war am Montagvormittag vor Ort auf der Brücke. «Ich war angenehm überrascht», sagte er. Im direkten Umfeld sei ein Verkehrschaos ausgeblieben. Im Gegenteil: Auf dem Kreisel auf Wiesbadener Seite sei es deutlich ruhiger gewesen als an normalen Tagen. «Anwohner kamen auf die Brücke und sagten «so ruhig kann es bleiben».» Nach der Einschätzung von Tischel haben viele Autofahrer die Brücke gar nicht erst angesteuert, sondern gleich die Ausweichstrecken genommen. «Auch die Abwicklung im Busverkehr hat hervorragend geklappt», berichtete der Amtsleiter. Es habe keine Verspätungen wegen der neuen Regelungen auf der Brücke gegeben.

Zu den Verkehrsteilnehmern, die über die Querung dürfen, gehören beispielsweise auch Dienste, die bei einem Hausnotruf alarmiert werden. Das gelte analog zu Krankenwagen und Sanitätern, teilte die Stadt Mainz mit. Auch der Dienst «Essen auf Rädern» dürfe die Querung in Richtung Hessen passieren, damit das Essen warm und zur gewohnten Zeit ankomme. Der Rückweg führe aber beispielsweise über die Schiersteiner Brücke. Keine Ausnahme gibt es für Pflegedienste. «Dies wurde von den Städten Mainz und Wiesbaden so festgelegt.»

Ausnahmen kann es außerdem für Fastnachter geben. Bislang gab es auf Mainzer Seite der Stadt zufolge zehn Genehmigungen. Zehn Fastnachter dürften also teils mehrfach zu später Stunde an verschiedenen Tagen die Brücke nutzen, «um ihre engen Auftritte auf unterschiedlichen Bühnen zu erreichen». Fälle, bei denen dieser Zeitdruck nicht vorhanden sei, seien abgelehnt worden. Auf rechtsrheinischer Seite liegen die zu Wiesbaden gehörenden früheren Mainzer Stadtteile Kastel, Kostheim und Amöneburg, die aber vor allem an Fastnacht eine sehr enge Beziehung zu Mainz haben.

Nicht nur auf den Straßen außerhalb von Mainz kam es zu Verkehrsbehinderungen. In der Innenstadt bremste ein Unfall zwischenzeitlich den Straßenbahnverkehr am Montagmorgen aus. Bei einem missglückten Wendemanöver war ein Auto mit einer Straßenbahn in der Nähe des Hauptbahnhofes kollidiert. Der Fahrer und dessen 34-jähriger Beifahrer erlitten leichte Verletzungen. In der Straßenbahn wurden der 46 Jahre alte Straßenbahnfahrer sowie ein vierjähriger Junge ebenfalls leicht verletzt. Die Polizei schätzte den Schaden am Auto auf etwa 30 000 Euro. Im Falle der Straßenbahn war eine Bezifferung zunächst nicht möglich.

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