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Europawahl: Hohe Verluste bei Volksparteien

27.05.2019 - Bei der Europawahl verliert die SPD in der Pfalz am meisten, die CDU an der Mosel. Und die Grünen werden in drei Uni-Städten stärkste Partei. Die drei Parteien schicken jeweils zwei Abgeordnete aus Rheinland-Pfalz ins Europaparlament.

  • Wahlhelfende zählen Briefwahlunterlagen aus. Foto: Harald Tittel © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Wahlhelfende zählen Briefwahlunterlagen aus. Foto: Harald Tittel © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mainz (dpa/lrs) - Nach der Europawahl setzt in den Parteien die Ursachenforschung ein. In Rheinland-Pfalz hat die SPD besonders in der Pfalz an Stimmen eingebüßt, während die CDU an der Mosel die höchsten Verluste erhielt. Dies geht aus der Wahlnachtanalyse des Landeswahlleiters hervor, die am Montag veröffentlicht wurde. In Rheinland-Pfalz gab es mit 64,9 Prozent die zweithöchste Wahlbeteiligung aller Bundesländer, stärker war sie nur im Saarland (66,4 Prozent).

Die SPD konnte sich bei einem Gesamtergebnis von 21,3 Prozent (minus 9,4 Prozentpunkte) nur noch in einem einzigen Landkreis als stärkste Partei behaupten: Im Landkreis Kusel mussten die Sozialdemokraten bei einem Anteil von 27,9 Prozent allerdings auch ihre höchsten Verluste (minus 13,7) hinnehmen. Auch in Landau (minus 13,1), Ludwigshafen (minus 11,8), Kaiserslautern (minus 11,4) und Zweibrücken (minus 11,1) verlor die SPD überdurchschnittlich. Außerhalb der Pfalz fiel sie im Kreis Bad Kreuznach (minus 11,5) am stärksten zurück.

Die CDU kam landesweit auf 31,3 Prozent (minus 7,1) und holte ihr bestes Ergebnis im Kreis Cochem-Zell mit 42,6 Prozent. Mit minus 10,1 Prozentpunkten waren dort aber auch die Verluste besonders hoch. Am stärksten büßte die CDU in der Stadt Trier (minus 11,9) und im Kreis Trier-Saarburg (minus 10,6) ein. Die CDU schneidet weiter in Regionen mit einem hohen Anteil an katholischer Bevölkerung besonders gut ab.

Die Hochburgen der Grünen sind bei einem Gesamtergebnis von 16,7 Prozent (plus 8,6) die kreisfreien Städte. In der Landeshauptstadt Mainz holten sie 29,1 Prozent. Auch in den Universitätsstädten Trier und Landau wurden die Grünen stärkste Partei. Mit einstelligen Ergebnissen mussten sie sich nur in der Stadt Pirmasens (9,4) sowie im Kreis Südwestpfalz (9,9) zufriedengeben.

Die AfD blieb landesweit mit 9,8 Prozent (plus 3,1) bei einem einstelligen Ergebnis. Die meisten Stimmen holte die rechtsgerichtete Partei in Pirmasens (14,9 Prozent), die wenigsten in Mainz (5,9 Prozent).

Die FDP erzielte 5,8 Prozent (plus 2,1) und schnitt in den Landkreisen besser ab als in den kreisfreien Städten. Ihr bestes Ergebnis holen die Liberalen im Rhein-Hunsrück-Kreis mit 7,0 Prozent. Die Linkspartei büßte fast überall Stimmen ein, landesweit waren es minus 0,6 Prozentpunkte auf 3,1 Prozent. Mit 5,1 Prozent holten die Linken ihr bestes Ergebnis in der Karl-Marx-Stadt Trier.

Von den sonstigen Parteien kamen die Freien Wähler auf 2,9 Prozent (plus 0,9), die Satirepartei Die Partei auf 2,1 Prozent (plus 1,6).

Sechs Abgeordnete gehen aus Rheinland-Pfalz nach Brüssel: Jeweils zwei Kandidaten von CDU, SPD und Grünen erhielten bei der Wahl am Sonntag das Mandat fürs Europaparlament. Gewählt wurden Christine Schneider und Ralf Seekatz für die CDU, Katarina Barley und Norbert Neuser für die SPD sowie Romeo Franz und Jutta Paulus für die Grünen. Das Saarland ist hingegen nach der Europawahl künftig mit keinem Abgeordneten mehr in Brüssel vertreten.

In den Kommunen wurden am Montag weiter die Stimmen der Wahlen zu Stadt- und Gemeinderäten sowie zu Kreistagen ausgezählt. Nach vorläufiger Auszählung der Listenstimmen wurden die Grünen stärkste Partei in der Landeshauptstadt Mainz sowie in Trier und Koblenz. In Mainz verzeichneten die Grünen nach dem am Abend veröffentlichten vorläufigen Ergebnis mit 27,6 Prozent der Stimmen einen Zuwachs von 7,5 Prozent, während die CDU auf 23,4 Prozent (minus 6,9 Prozent) und die SPD auf 20,5 Prozent (minus 7,2 Prozent) kam.

Bei der Stadtratswahl in Ludwigshafen war die SPD mit 24,9 Prozent (minus 9,6) stärkste Partei, die CDU kam dort auf 21,6 Prozent (minus 11,4). Die SPD gewann auch die Kreistagswahl im Donnersbergkreis mit einem Anteil von 28,0 Prozent (minus 6,2).

Der rheinland-pfälzische CDU-Landtagsabgeordnete Peter Enders wird neuer Landrat im Kreis Altenkirchen - der 60-jährige Mediziner kam auf 54,9 Prozent der Stimmen. Im Landkreis Alzey-Worms hingegen wird eine Stichwahl nötig. Dafür qualifizierten sich am Sonntag der Landtagsabgeordnete Heiko Sippel (SPD) und der CDU-Kandidat Markus Conrad.

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