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Corona-Pandemie prägt auch Metall-Tarifverhandlung in Mitte

13.03.2020 - Die Folgen der Corona-Pandemie haben auch die Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland geprägt. Während im Nachbarland Bayern der für Montag geplante Termin abgesagt wurde, trafen sich in Darmstadt am Freitag Vertreter der IG Metall und der Arbeitgeber noch persönlich. Während die Arbeitgeber auf die konjunkturellen Einbußen in der Folge des Virus hinwiesen, lehnte Verhandlungsführer Jörg Köhlinger für die IG Metall einen «Corona-Abschluss» ab.

  • Das Logo der IG Metall. Foto: Daniel Karmann/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Logo der IG Metall. Foto: Daniel Karmann/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In diesem Jahr wollen die Tarifpartner nach bisherigen Ankündigungen auf die üblichen Rituale wie Warnstreiks verzichten und stattdessen vor allem über die Sicherung der rund 400 000 Arbeitsplätze der Branche in den drei Ländern sprechen. Hessenmetall-Verhandlungsführer Thomas Brunn verlangte einen maßvollen und langjährigen Tarifabschluss. Nur so erhielten die Betriebe Planungssicherheit und genügend Raum für zukunftssichernde Investitionen.

Köhlinger lobte die vom Bund erleichterten Kurzarbeiterregelungen, die kurzfristig helfen könnten, Beschäftigung zu sichern. Tariflich müsse eine Aufzahlung zum Kurzarbeitergeld vereinbart und zudem die Kaufkraft der Mitglieder gestärkt werden. In den einzelnen Betrieben will die IG Metall so genannte Zukunftstarifverträge abschließen.

Wegen der Corona-Ansteckungsgefahr hat die IG Metall Kundgebungen in den jeweiligen Landeshauptstädten abgesagt, wie ein Sprecher berichtete. Die nächste Verhandlung im Tarifgebiet Mitte soll am 3. April stattfinden. Dafür wird auch das Format einer Videokonferenz diskutiert.

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