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Corona-Tests in Pflegeheimen: Kein generelles Besuchsverbot

22.10.2020 - Schutz von Heimbewohnern vor dem Virus, aber auch vor Vereinsamung ist das Ziel eines neuen Testkonzepts für Pflegeeinrichtungen. Es setzt auf günstige und schnelle Antigen-Tests.

  • Eine Laborantin in einem Corona-Testzentrum. Foto: Michael Kappeler/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Laborantin in einem Corona-Testzentrum. Foto: Michael Kappeler/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Schnelltests in Serie, aber keine generellen Besuchsverbote in Pflegeheimen: Mit dieser Strategie will die Landesregierung die Bewohner bestmöglich vor dem Coronavirus und sozialer Isolation schützen. «Wir wollen, dass es in Rheinland-Pfalz nicht wieder wie bei dem Lockdown im Frühjahr zu einem generellen Besuchsverbot kommt», sagte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) am Donnerstag in Mainz bei der Vorstellung des neuen Mustertestkonzepts.

Dieses Konzept sieht vor, dass sich Bewohner, Nutzer sowie Beschäftigte von stationären, teil-stationären und ambulanten Einrichtungen und Diensten im Bereich der Pflege und der Eingliederungshilfe mindestens einmal pro Woche testen lassen können. Auch Besucher könnten sich in Einzelfällen auf das Virus untersuchen lassen, sagte sie.

Eingesetzt werden sogenannte POC-Antigen-Tests. Diese Untersuchungen lieferten im Vergleich zu den PCR-Tests, die in vielen anderen Bereichen weiter benutzt werden sollen, bereits binnen 15 bis 30 Minuten ein Ergebnis, erklärte die Ministerin. Die Kosten pro Test bezifferte sie mit durchschnittlich fünf bis sieben Euro. Sie werden vom Bund übernommen.

In Rheinland-Pfalz gibt es 539 Heime der stationären Pflege mit insgesamt 42 500 Plätzen und 36 000 Beschäftigten. Nach aktuellem Stand sind laut Bätzing-Lichtenthäler 44 Bewohner in neun Einrichtungen und 27 Beschäftigte mit dem Coronavirus infiziert. Diese vergleichsweise niedrigen Zahlen seien ein Beleg dafür, dass es bislang gut gelungen sei, die Situation in diesem sensiblen Bereich im Griff zu behalten.

Pflegeeinrichtungen bekommen ab sofort pro Bewohner ein Kontingent von 20 Tests pro Monat. Bei ambulanten Pflegediensten liegt diese Zahl bei zehn pro Patient. Das Kontingent ist damit größer als der für eine wöchentliche Testung notwendige Bedarf. Die Einrichtungen und Dienste sollen laut Ministerin selbst entscheiden können, wie sie die rechnerisch überschüssigen Mengen am sinnvollsten einsetzen wollen.

Bätzing-Lichtenthäler räumte ein, dass die Antigen-Tests nicht so sicher seien sind wie die PCR-Tests. Dafür hätten sie den Vorteil, dass sie schneller und günstiger seien. Die verlässlicheren PCR-Tests sollen unabhängig von dem neuen Mustertestkonzept weiterhin bei Neu- beziehungsweise Wiederaufnahmen sowie zur Bekämpfung von Corona-Ausbrüchen in einer Einrichtung eingesetzt werden.

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