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Corona hat Masernimpfpflicht erstmal verdrängt

19.06.2020 - Wegen der Corona-Pandemie ist die Masernimpfpflicht in Rheinland-Pfalz in den Hintergrund getreten. Die Umsetzung des Masernschutzgesetzes könne derzeit nicht abschließend beurteilt werden, sagte die Sprecherin des Gesundheitsministeriums, Sabine Schneider, der Deutschen Presse-Agentur in Mainz.

  • Ein Impfpass mit einem Kreuz bei der Masern-Impfung liegt auf einem Tisch. Foto: Tom Weller/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Impfpass mit einem Kreuz bei der Masern-Impfung liegt auf einem Tisch. Foto: Tom Weller/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Seit 1. März 2020 müssen laut dem Gesetz Schüler, die neu in einer Schule aufgenommen werden, den Nachweis bis zum ersten Unterrichtstag vorlegen. Für die anderen Schüler gilt eine Übergangsfrist bis zum 31. Juli 2021. Bei Verstößen drohen bis zu 2500 Euro Bußgeld. Auch im Falle von Kitas kommt der Leitung eine Schlüsselrolle zu. Die Eltern eines Kita-Kindes müssen den Impfnachweis noch vor dem Beginn der Betreuung vorlegen.

Die Leitungen der Einrichtungen melden den Gesundheitsämtern, wenn ein Impfschutz gegen Masern nicht nachgewiesen werden kann, wie Schneider erläuterte. «Seit dem 16. März waren aber Schulen und Kindertagesstätten in Rheinland-Pfalz geschlossen und kehren derzeit schrittweise wieder in den Betrieb zurück.» Die Gesundheitsämter seien seit März zudem im Wesentlichen mit der Bewältigung der Corona-Pandemie beschäftigt.

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