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DGB-Landeschef: Arbeitslosigkeit darf sich nicht verfestigen

30.04.2020 - Angesichts der deutlich gestiegenen Zahl der Arbeitslosen in Rheinland-Pfalz in der Corona-Krise warnte der DGB-Landeschef Dietmar Muscheid vor einer Verfestigung des Trends. «Es wird viele gut ausgebildete Fachkräfte brauchen, um nach der Krise wieder zu alter wirtschaftlicher Stärke zurückzufinden», sagte Muscheid am Donnerstag. Der DGB-Landeschef forderte Investitionen in neue Ausbildungsplätze und die «Vorbereitung einer Weiterbildung». Zudem müssten Unternehmen unterstützt werden, die Azubis insolventer Betriebe zu übernehmen.

  • Dietmar Muscheid, DGB-Landesvorsitzender von Rheinland-Pfalz und Saarland, aufgenommen bei einem Interview mit der Deutschen Pressse-Agentur in Mainz. Foto: Lukas Görlach/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Dietmar Muscheid, DGB-Landesvorsitzender von Rheinland-Pfalz und Saarland, aufgenommen bei einem Interview mit der Deutschen Pressse-Agentur in Mainz. Foto: Lukas Görlach/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Auf dem rheinland-pfälzischen Arbeitsmarkt stieg im April die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vorjahresmonat um mehr als ein Fünftel. Nach Angaben der Regionaldirektion waren im April 117 400 Menschen arbeitslos, das sind 14 700 oder 14,4 Prozent mehr als vier Wochen zuvor. Vor einem Jahr wurden 21 300 oder 22,2 Prozent Erwerbslose weniger gezählt. Die Arbeitslosenquote lag bei 5,2 Prozent. Vor einem Monat betrug sie 4,6 Prozent und vor einem Jahr 4,3 Prozent.

Nach Ansicht des DGB-Landesverbands hat derweil Kurzarbeit in Rheinland-Pfalz mehr als 400 000 Arbeitnehmer in der Corona-Krise vor der Arbeitslosigkeit bewahrt. Muscheid zeigte sich angesichts der hohen Zahl der Kurzarbeit zwar schockiert, betonte jedoch: «Sie macht aber auch deutlich, dass sich das Netz der Kurzarbeit einmal mehr bewährt.»

Seit Beginn der Corona-Krise haben laut Arbeitsministerium 36 000 Unternehmen in Rheinland-Pfalz Kurzarbeit angezeigt. Besonders stark seien Gastgewerbe, Einzelhandel und Gesundheitswesen betroffen. «Der Damm Kurzarbeit hält und verhindert amerikanische Verhältnisse bei den Arbeitslosenzahlen. Wir müssen alles dafür tun, dass er nicht bricht», sagte Muscheid.

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