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DLRG rechnet mit mehr tödlichen Badeunfällen

06.08.2020 - Wegen der Corona-Pandemie ist in diesem Sommer vieles anders. Weniger Menschen dürfen in die Schwimmbäder. Wenn sie auf Flüsse ausweichen, kann das gefährlich werden.

  • Rettungsübung der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mit einem Rettungsboot. Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Rettungsübung der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mit einem Rettungsboot. Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die DLRG in Rheinland-Pfalz rechnet in diesem Sommer mit einer steigenden Zahl an Badetoten. Ursachen dafür seien das hochsommerliche Wetter und die niedrigen Pegelstände in den Seen und Flüssen, sagte ein Sprecher der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Bislang sind laut DLRG in Rheinland-Pfalz mindestens sieben Menschen ertrunken. «Die Hitze verleitet die Menschen dazu, sich in den Gewässern abkühlen zu wollen. Dabei unterschätzen sie die Gefahren.» So seien etwa Flüsse wie der Rhein und die Mosel nicht für das Baden geeignet.

Im vergangenen Jahr waren in Rheinland-Pfalz insgesamt 9 Menschen beim Baden ertrunken und damit so wenige wie noch nie in den vorangegangenen 20 Jahren. Im Jahr 2018 waren es bei langem hochsommerlichen Wetter und sehr niedrigen Pegelständen 22 Badetote gewesen. Der DLRG-Sprecher schätzte, dass die Zahl in diesem Jahr zwischen diesen beiden Werten liegen wird.

Die meisten Todesopfer waren auch dieses Jahr Männer. «Besonders betroffen sind junge Männer, zurückzuführen ist das auf Selbstüberschätzung, Alkoholkonsum und Gruppenzwang. Sie wollen sich beweisen», sagte ein Sprecher der DLRG in Lehnen. Die Corona-Pandemie sorge allerdings dafür, dass aus Angst vor Ansteckung weniger Menschen zum Baden gingen. Nichtsdestotrotz verleite die Hitze die Menschen dazu, sich in Gewässern abkühlen zu wollen. «Dabei unterschätzen sie die Gefahren», meinte der Sprecher.

Badeseen und Schwimmbäder dürfen aufgrund der Corona-Pandemie nur eine begrenzte Zahl an Menschen reinlassen. Wer nicht frühzeitig online ein Ticket kauft, geht vor allem an Wochenenden leer aus. In Trier waren am Donnerstagmittag bereits alle Tickets bis Sonntag ausverkauft. «Wir haben in diesem Jahr noch zusätzlich einen Mosel-Strand aufgemacht», sagte ein Sprecher der Stadt. «Mit den Füßen planschen ist kein Problem. Schwimmen sollte man aber nicht.»

Flüsse wie der Rhein und die Mosel seien nicht für das Baden geeignet, warnte auch die DLRG. Die Fahrrinnen für den Schiffsverkehr seien sehr tief, hinzu kämen die Strömung, die hohe Sogwirkung von vorbeifahrenden Schiffen, das trübe Wasser und nicht sichtbare Hindernisse wie große Steine.

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