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Demo vor Flughafen Büchel 75 Jahre nach Atombombenexplosion

16.07.2020 - Genau 75 Jahre nach der weltweit ersten Atombombenexplosion bei einem Test im US-Bundesstaat New Mexiko haben am Donnerstag 14 Atomwaffengegner die Hauptzufahrt des Militärflughafens Büchel in der Eifel blockiert. Mit der eineinhalbstündigen Aktion von Demonstranten aus Deutschland, den Niederlanden und den USA sei der Dienstantritt der Soldaten und Piloten des dortigen «Atombomben-Geschwaders» gestört worden, teilten die Aktivisten der Kampagne «Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt» mit. Auf dem Luftwaffenstützpunkt liegen nach unbestätigten Informationen die rund 20 letzten US-Atombomben in Deutschland.

  • Ein Kampfflugzeug der Bundesluftwaffe landet auf dem Fliegerhorst Büchel. Foto: Thomas Frey/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Kampfflugzeug der Bundesluftwaffe landet auf dem Fliegerhorst Büchel. Foto: Thomas Frey/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Ein Polizeisprecher im nahen Cochem sagte, die Aktion sei friedlich verlaufen, aber schließlich von Beamten aufgelöst worden, weil es sich weder um eine spontane noch um eine angemeldete Demonstration gehandelt habe. Drei Aktivisten hätten sich von Polizisten wegtragen lassen.

Die Demonstranten hatten nach eigenen Angaben gegen das regelmäßige Üben des Einsatzes von «gesetzeswidrigen Massenvernichtungswaffen» protestiert. «Schon bei der Produktion und dem Testen von Atomwaffen fallen Unmengen von radioaktivem Atommüll an», kritisierte Marion Küpker von der Initiative «Gewaltfreie Aktion Atomwaffen Abschaffen» (GAAA). Das bringe das Leben der Menschen unsichtbar in Gefahr. «Die radioaktive Hintergrundstrahlung in der Atmosphäre ist heute noch um das circa Dreifache gegenüber 1945 erhöht», ergänzte Küpker.

Befürworter einer atomaren Abschreckung argumentieren, ein gegnerischer Angriff könne durch Drohen mit Atomwaffen verhindert werden. Die gegenseitige Drohung mit nuklearen Waffen verhindere so Krieg und sichere den Frieden.

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