Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Einigung kurz vor Schulbeginn: Kein Busfahrerstreik

14.08.2020 - Erleichterung bei Eltern und Schülern in Rheinland-Pfalz: Kein Busfahrerstreik wird den Start ins neue Schuljahr vermiesen. Doch der Tarifstreit ist mit der gefundenen Übergangslösung noch nicht vom Tisch.

  • Die rheinland-pfälzische Busbranche hat zum Schulstart zusätzliche Fahrten zur Schülerbeförderung angeboten. Foto: Stefan Sauer/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die rheinland-pfälzische Busbranche hat zum Schulstart zusätzliche Fahrten zur Schülerbeförderung angeboten. Foto: Stefan Sauer/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Im Tarifstreit der Busfahrer privater Verkehrsunternehmen haben sich Gewerkschaft und Arbeitgeber auf eine Übergangslösung geeinigt und damit den zum Schulstart am Montag drohenden Streik noch abgewendet. Die Einigung sieht eine Einmalzahlung in Höhe von 1500 Euro für alle Gewerkschaftsmitglieder sowie einen Stundenlohn von mindestens 15 Euro für alle Busfahrer im Linienverkehr ab dem 1. September vor. Das teilten Jürgen Jung, der Landesfachbereichsleiter für Verkehr der Gewerkschaft Verdi, und Heiko Nagel, Geschäftsführer der Vereinigung der Arbeitgeberverbände Verkehrsgewerbe (VAV) Rheinland-Pfalz, am Freitag mit.

Beide zeigten sich erleichtert, dass mit der Vereinbarung vom Donnerstag ein Streik praktisch in letzter Minute verhindert wurde. Zuvor hatte die «Allgemeine Zeitung» (Mainz) darüber berichtet. «Wir sind froh, dass zum ersten Schultag Normalität bei der Schülerbeförderung herrschen wird», sagte Jung der Deutschen Presse-Agentur. «Es war aber eng.» Auch Nagel zeigte sich zufrieden, dass die Busse am Montag fahren werden. «Wir haben eine große Verantwortung. Das ist uns bewusst und der sind wir jetzt auch gerecht geworden», sagte er.

Die Übergangslösung erlaube es, ohne unmittelbaren Zeitdruck über die nach wie vor offenen Fragen wie die Bezahlung von Standzeiten, Jahresurlaub, Arbeitszeit und Lohngefüge zu verhandeln, sagte Jung. Grundlage für die Einigung kurz vor dem Ende der Sommerferien sei die Aussicht auf die Einführung eines sogenannten ÖPNV-Index gewesen, auf die sich Verdi, die Vereinigung der Arbeitgeberverbände Verkehrsgewerbe (VAV) Rheinland-Pfalz und das Land vor eineinhalb Wochen geeinigt hatten.

Durch dieses Instrument soll der öffentliche Nahverkehr bezuschusst werden. Auch mögliche Tarifsteigerungen bei Busfahrern könnten zum Teil ausgeglichen werden. Über die Details soll in den nächsten Monaten verhandelt werden, hatte das Verkehrsministerium erklärt. Der Index soll im nächsten Jahr in Kraft treten.

Nagel betonte, die Einigung sei unter zwei Voraussetzungen zustande gekommen. Da sei zum einen der «ÖPNV-Rettunsschirm» mit Mitteln des Bundes und zum zweiten die «verbindliche Aussage der Landesregierung, dass zum 1.1.2021 der ÖPNV-Index aufgelegt wird». Er fügte hinzu: «Jetzt hoffen wir, dass die Politik ihren Worten Taten folgen lassen wird und dass beide Mechanismen und alle Busunternehmen in den Genuss dieser Mittel kommen.» 40 Prozent aller Leistungen in diesem Bereich würden von Subunternehmern erbracht. «Die Mittel müssen dort auch eins zu eins ankommen», sagte der VAV-Geschäftsführer.

Bei privaten Busunternehmen in Rheinland-Pfalz arbeiten laut Verdi rund 6000 Fahrer.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren