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Empörung über Tweet von AfD-Politiker Junge zur Bundeswehr

17.07.2019 - Mainz (dpa) - Der rheinland-pfälzische AfD-Vorsitzende Uwe Junge hat mit einem Tweet zur Ernennung von Annegret Kramp-Karrenbauer zur Verteidigungsministerin Empörung ausgelöst. Der Oberstleutnant a.D. schrieb bei Twitter: «Wenn das die beste Personalie der alten Parteien für eines der wichtigsten Ämter unserer #Nation ist, sagt das viel über den Zustand unseres Landes aus! Wann kommt endlich der Aufstand der #Generale?».

  • Uwe Junge, AfD-Fraktionsvorsitzender in Rheinland-Pfalz, ist Gast der ARD-Talkshow "hart aber fair". Foto: Horst Galuschka/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Uwe Junge, AfD-Fraktionsvorsitzender in Rheinland-Pfalz, ist Gast der ARD-Talkshow "hart aber fair". Foto: Horst Galuschka/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion in Mainz, Martin Haller, sagte: «Spricht er (Junge) sich damit für einen Staatsstreich von Soldaten aus?» Wer als Bundeswehrangehöriger so etwas äußere, «distanziert sich maximal von den Werten und Normen, welche die Truppe alltäglich lebt und verteidigt». Auch im Internet zeigten sich Nutzer empört.

Auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur sagte Junge, mit Aufstand meine er nicht den bewaffneten Kampf, sondern Widerspruch. Er bekräftigte seine Vorwürfe. «Ab einer bestimmten Ebene scheint das Duckmäusertum die wesentliche Eigenschaft von Generalität zu sein und wird verwechselt mit Loyalität», kritisierte der 61-Jährige. «Unsere Generalität wird erst dann laut, wenn sie in Pension ist oder keine Perspektive mehr hat.»

In einem zweiten Tweet schrieb Junge: «Bei aller Loyalität muss sich die militärische Führung gelegentlich äußern! Der schmale Grad zwischen Loyalität und Kadavergehorsam ist gangbar und wird erwartet! Der Staatsbürger in Uniform ist kein reiner Befehlsempfänger!»

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