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Entwurf für Vertrag mit alevitischer Gemeinde gebilligt

29.01.2019 - Mainz (dpa/lrs) - Die rheinland-pfälzische Landesregierung hat am Dienstag einen ersten Entwurf für einen Vertrag mit der alevitischen Gemeinde gebilligt. Kulturminister Konrad Wolf (SPD) sprach von einem «entscheidenden Schritt auf dem Weg der Integration». Damit werde «die Anerkennung des alevitischen Lebens in Rheinland-Pfalz und die Religionsfreiheit aller bei uns lebenden Menschen» gestärkt. Nach der Zustimmung im Ministerrat sollen die Vertragsgespräche zwischen der Landesregierung und der Alevitischen Gemeinde Deutschland im ersten Quartal abgeschlossen werden.

  • Konrad Wolf (parteilos), rheinland-pfälzischer Minister für Wissenschaft und Kultur, blickt in die Kamera. Foto: Arne Dedert/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Konrad Wolf (parteilos), rheinland-pfälzischer Minister für Wissenschaft und Kultur, blickt in die Kamera. Foto: Arne Dedert/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Vertrag enthält unter anderem Regelungen zu gemeinsamen Wertegrundlagen, alevitischen Feiertagen, alevitischem Religionsunterricht und der religiösen Betreuung in besonderen Einrichtungen. Die Aleviten sind eine islamische Glaubensrichtung, die sich vom sunnitischen Islam abhebt und von Werten wie Nächstenliebe und Humanismus geprägt ist.

Den alevitischen Gemeinden in Rheinland-Pfalz gehören mehr als 2000 Mitgliedsfamilien und über 8000 Einzelpersonen an. Größte Gemeinde ist mit rund 1000 Mitgliedsfamilien Ludwigshafen.

Die Verhandlungen mit den islamischen Verbänden in Rheinland-Pfalz sind seit zweieinhalb Jahren unterbrochen. Vor einer möglichen Wiederaufnahme soll eine Zielvereinbarung unterzeichnet und dann zunächst nach einem Jahr überprüft werden. Nach der Vorlage eines juristischen und eines religionswissenschaftlichen Gutachtens verlangt das Ministerium vom Landesverband der Ditib den Nachweis der Eigenständigkeit, so dass eine Einflussnahme der türkischen Religionsbehörde Diyanet ausgeschlossen ist.

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