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Eva Menasse wird als Stadtschreiberin in Mainz eingeführt

07.03.2019 - Mainz/Berlin (dpa) - Die in Berlin lebende Schriftstellerin Eva Menasse wird am Donnerstag (15.30 Uhr) als neue Mainzer Stadtschreiberin eingeführt. Der gemeinsame Preis von ZDF, 3sat und der Stadt Mainz besteht zu einem Teil aus der Stadtschreiberwohnung im Schatten des Mainzer Doms, zum anderen Teil aus einem Preisgeld von 12 500 Euro. Die Jury verband ihre Entscheidung für den zum 35. Mal vergebenen Literaturpreis mit der Würdigung Menasses als «eine große Menschenerzählerin, die mit feiner Empathie und scharfsinnigem Humor über fragile Beziehungen schreibt».

  • Die Schriftstellerin Eva Menasse. Foto: Andreas Arnold/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die Schriftstellerin Eva Menasse. Foto: Andreas Arnold/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Ich bin neugierig und freue mich auf Mainz», sagt die Schriftstellerin der Deutschen Presse-Agentur, als sie ihren Halbbruder Robert Menasse zu dessen Auszeichnung mit der Carl-Zuckmayer-Medaille nach Mainz begleitete. Die mit dem Stadtschreiber-Preis verbundene Aufgabe, ein Filmprojekt vorzulegen, schreckt sie nicht. Zwar habe sie sich mit diesem Medium bisher nicht beschäftigt, finde es aber sehr interessant.

Die Mainzer Stadtschreiberin des vergangenen Jahres, Anna Katharina Hahn, hat in ihrem Video den Schönheiten und Verletzlichkeiten von Stadttauben nachgespürt und will in ihrem nächsten Buch Eindrücke aus Mainz mit verarbeiten.

Die gebürtige Wienerin Eva Menasse legte 2005 ihren ersten Roman vor: das Familienepos «Vienna». 2009 folgten «Lässliche Todsünden» mit Betrachtungen über Wiener Intellektuelle und 2013 «Quasikristalle» mit der Suche nach den biografischen Identitäten einer Frau. Zuletzt veröffentlichte sie 2017 den Erzählband «Tiere für Fortgeschrittene». Als Mainzer Stadtschreiberin tritt sie nun in eine Reihe mit Urs Widmer (2003), Peter Härtling (1995), Sarah Kirsch (1988) oder auch Gabriele Wohmann (1985).

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