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Filmfestival Max Ophüls Preis mit Promis und «queerem Blick»

13.12.2019 - Schauspielerin Heike Makatsch und Regisseur Rosa von Praunheim werden beim Festival Max Ophüls Preis (MOP) ihre Filme präsentieren und mit dem Publikum diskutieren. Das 41. MOP hat sein Programm vorgestellt.

  • Svenja Böttger, Leiterin des Filmfestivals Max Ophüls Preis, hält eine Trophäe des Filmfestivals Max Ophüls Preis in der Hand. Foto: Oliver Dietze/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Svenja Böttger, Leiterin des Filmfestivals Max Ophüls Preis, hält eine Trophäe des Filmfestivals Max Ophüls Preis in der Hand. Foto: Oliver Dietze/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Saarbrücken (dpa/lrs) - 154 Filme, 255 Vorstellungen, Preisgelder von knapp 120 000 Euro, Promis und (noch) unbekannter Nachwuchs: Das 41. Filmfestival Max Ophüls Preis (MOP) in Saarbrücken hat sich vorgestellt. Es ist vom 20. bis 26. Januar 2020 geplant, teilte der Veranstalter am Freitag mit. Die Veranstaltung gilt als das wichtigste Festival für den jungen deutschsprachigen Film und Sprungbrett für Filmemacher.

Heike Makatsch («Männerpension», «Hilde») - sie zählt zu den erfolgreichsten deutschen Schauspielerinnen - wird der Ehrengast sein. Die 48-Jährige soll bei mindestens drei der vier Filme dabei sein, die ihr zu Ehren gezeigt werden und auch ein öffentliches Werkstattgespräch führen.

Ehrenpreisträger für die Verdienste um den jungen deutschsprachigen Film ist 2020 der Regisseur und Autor Rosa von Praunheim. Festivalleiterin Svenja Böttger freute sich, dass der 77-Jährige in Saarbrücken nicht nur vier Filme präsentieren, sondern auch bei vielen Diskussionen dabei sein werde. Sein jüngster Spielfilm «Darkroom» sei der perfekte Eröffnungsfilm für das Festival. Nicht nur, weil er eine Verbindung zu Saarbrücken knüpfe, sondern weil er ganz in der Tradition des Festivalgedankens stehe, «auch dem queeren Film eine Plattform zu geben».

Genau jener «queere Blick» soll sich durch das 41. MOP ziehen. Der künstlerische Leiter Oliver Baumgarten versteht darunter neue Perspektiven und «Filme, die sich öffnen, mit anderen Erzählungen, Dramaturgien und Figurenzeichnungen als die heteronormativen weißen Durchschnittsgeschichten». Ein weiterer Schwerpunkt sei neben der Vielfalt der Gestaltung der Filme auch das Thema Diskriminierung von Frauen. Auch die politische und gesellschaftliche Lage wird nach Ansicht Böttgers abgebildet und aufgegriffen.

Viele der Filme lassen sich laut Baumgarten nicht kategorisieren: «Das ist das Schöne, dass sie nicht in irgendein Genre-Muster passen, sondern dass sie halt sehr eigenwillig in ihrer Gestaltung und ihrer dramaturgischen Ausführung sind.» Dies mache diesen Jahrgang ganz besonders aus.

Insgesamt werden in der Festivalwoche 154 Filme gezeigt, darunter 63, die in den vier Wettbewerben Spielfilm, Dokumentarfilm, Mittellanger Film und Kurzfilm starten. Dafür werden wieder 16 Auszeichnungen mit Preisgeldern in einer Gesamthöhe von 118 500 Euro verliehen. Wie im Vorjahr liegt das Budget des MOP bei 1,1 Millionen Euro, 400 000 Euro davon stammen von der Landeshauptstadt.

Für Oberbürgermeister Uwe Conradt (CDU) ist das Besondere an diesem Festival auch die Zeit im Jahr, «in der Saarbrücken ganz sicherlich in den Bundesrankings der Kulturveranstaltungen ganz vorne steht.» Er zeigte sich überzeugt, dass das Festival auch beim 41. Mal wieder große Besucherströme aus dem Bundesgebiet nach Saarbrücken lockt.

Das MOP gilt als das wichtigste Festival für den jungen deutschsprachigen Film. Es steht seit Jahrzehnten für die Entdeckung junger Talente aus Österreich, Deutschland und der Schweiz und zog im Jubiläumsjahr 2019 rund 44 000 Besucher an.

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