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Kleine Schritte zu mehr Öffnungen in Rheinland-Pfalz

08.03.2021 - Einzelhandel, Kitas und Schulen sind von coronabedingten Einschränkungen teilweise befreit. Jetzt beginnt das umfassende Programm für Schnelltests.

  • Menschen stehen vor einem Kaufhaus in der Mainzer Innenstadt Schlange. Foto: Boris Roessler/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Menschen stehen vor einem Kaufhaus in der Mainzer Innenstadt Schlange. Foto: Boris Roessler/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mit der Mahnung zu weiterer Vorsicht ist das öffentliche Leben in Rheinland-Pfalz am Montag ein Stück weit gelockert worden. Vorschulkinder gehen wieder in die Kita, Fünft- und Sechstklässler wieder in die Schule. Rund 450 Einrichtungen für Schnelltests sind seit Montag bereit. Und auch diejenigen Geschäfte öffneten, die nicht unter die Versorgung mit dem täglichen Bedarf fallen - nach mehr als elf Wochen Schließung seit dem 16. Dezember. Gaststätten, Hotels, Kultur- und Freizeiteinrichtungen wurden bereits am 2. November 2020 dichtgemacht. Hier ein Überblick, was sich am Montag alles getan hat:

EINZELHANDEL: In den Innenstädten herrschte nach Einschätzung des Innenministeriums ein «mäßiges bis leicht erhöhtes Personenaufkommen». Vereinzelt bildeten sich Schlangen vor den Geschäften. «Das ist wie Weihnachten und Ostern zusammen», sagte der Geschäftsführer des Handelsverbands Region Trier, Alfred Thielen. Sowohl der Handel als auch die Kundinnen und Kunden handelten sehr verantwortungsbewusst und diszipliniert, sagte Fabian Kirsch vom Städtetag Rheinland-Pfalz. Ein Ansturm sei daher nicht zu erwarten.

SCHULEN: Zwei Wochen nach den Grundschulen haben auch die fünften und sechsten Klassen der weiterführenden Schulen mit dem Wechselunterricht begonnen. Der Unterricht vor Ort sei wie geplant und ruhig aufgenommen worden, hieß es bei der Schulaufsicht in der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD). «Ich freue mich, dass heute auch die Fünft- und Sechstklässler wieder im Wechselunterricht und in geteilten Klassen in ihre Schulen zurückkehren», sagte Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD). «Schule lebt vom Austausch und vom Miteinander.»

KITAS: Vorschulkinder sind jetzt eingeladen, wieder wie gewohnt in ihre Einrichtung zu kommen. Der Regelbetrieb für alle Kita-Kinder soll in der kommenden Woche wieder aufgenommen werden.

SCHNELLTESTS: Rund 450 Zentren für Corona-Schnelltests sind am Montag in Rheinland-Pfalz startbereit gewesen, darunter Apotheken und Arztpraxen. «Testen ist von Beginn an ein wichtiger Baustein im Kampf gegen Corona: Tests geben uns Sicherheit darüber, wie sich die Infektionen im Land entwickeln, und sie sind wichtig, um Infektionsketten möglichst früh zu unterbrechen», sagte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler. Die SPD-Politikerin sprach von etwa 300 Stellen, die schon seit Montag die für jeden Bürger einmal in der Woche kostenlosen Antigen-Schnelltests auf das Coronavirus anbieten wollten.

IMPFTERMIN: Wer 70 Jahre und älter ist, kann sich ab Mittwoch für die Corona-Schutzimpfung registrieren lassen. Das teilte das Gesundheitsministerium in Mainz mit. Am Wochenende begannen bereits die Anmeldungen für Menschen mit Vorerkrankungen und Behinderungen sowie für Kontaktpersonen von Schwangeren und bestimmten Pflegebedürftigen. Rheinland-Pfalz liegt der Corona-Impfkampagne bundesweit in der Spitzengruppe.

FIRMENBESUCH: Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hob bei einem Besuch beim Mainzer Spezialglashersteller Schott die Erfolge rheinland-pfälzischer Unternehmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie hervor. Das Unternehmen ist an der Produktion von Fläschchen für den Transport von Impfstoffen beteiligt. Schott will in diesem Jahr Fläschchen für insgesamt zwei Milliarden Corona-Impfdosen produzieren.

INFEKTIONSZAHLEN: Die Gesundheitsämter registrierten zum Wochenbeginn 181 neue Corona-Infektionen. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen bezogen auf 100 000 Einwohner in den zurückliegenden 7 Tagen, lag in ganz Rheinland-Pfalz bei 46,2 - und damit unter dem Wert von vor einer Woche (49,1). Die höchste Inzidenz gab es im Kreis Germersheim mit 121,7.

GERMERSHEIM: Der pfälzische Kreis startete in einer Grundschule mit Schnelltests, um bald in den Wechselunterricht starten zu können. Der Kreis habe dafür einen Fünf-Punkte-Plan entwickelt und dem Land vorgeschlagen, teilte ein Sprecher mit. Dazu gehört, dass sich Schülerinnen und Schüler zweimal wöchentlich freiwillig selbst testen. Wegen der erhöhten Infektionszahlen ist der Start in den Wechselunterricht an Grundschulen sowie seit Montag auch für die fünften und sechsten Klassen der weiterführenden Schulen dort bislang ausgesetzt.

MUSEUM: Die Ausstellung «Die Kaiser und die Säulen ihrer Macht» im Landesmuseum Mainz ist ab 16. März wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Ausstellung wird wegen der Zwangspause um zwei Monate bis zum 13. Juni verlängert. Für den Besuch ist eine Vorbestellung der Karten nötig. Bis zur Schließung am 2. November sei das Museum fast immer ausgebucht gewesen, erklärte die Direktorin des Landesmuseums Mainz, Birgit Heide.

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