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Gedränge in Schulbussen: Branche schlägt Zusatzfahrten vor

14.08.2020 - NRW macht es vor, Rheinland-Pfalz soll folgen: Die Busbranche bietet wegen der Corona-Krise zum Schulstart zusätzliche Fahrten an, damit es in den Fahrzeugen nicht so eng zugeht. Die Landesregierung soll dafür Geld locker machen. Das Verkehrsministerium zeigt sich offen.

  • Der drohende Streik von Busfahrern privater Verkehrsunternehmen zum Schulbeginn am Montag ist vom Tisch. Foto: Jens Büttner/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der drohende Streik von Busfahrern privater Verkehrsunternehmen zum Schulbeginn am Montag ist vom Tisch. Foto: Jens Büttner/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die rheinland-pfälzische Busbranche hat angesichts der Sorgen vor einer beschleunigten Ausbreitung der Corona-Seuche zum Schulstart in der nächsten Woche zusätzliche Fahrten angeboten. Die Landesregierung könne nach dem Vorbild Nordrhein-Westfalens zusätzliches Geld bereitstellen, damit die Schulträger mehr Fahrten bestellen könnten, erklärte der Dachverband Mobilität und Logistik Rheinland-Pfalz am Freitag. «Die Kapazitäten sollten so erhöht werden, dass - sowohl in den ÖPNV-Spitzen als auch im Schülerspezialverkehr - die Überfüllung der Busse vermieden wird», sagte Geschäftsführer Guido Borning. Das Verkehrsministerium zeigte sich offen für den Vorschlag.

«Die Kapazitäten dafür sind vorhanden, da beispielsweise Reisebusse wegen der Corona-Krise derzeit auf den Höfen stehen und da auch keine Änderung abzusehen ist», sagte Bornings Kollege Heiko Nagel der Deutschen Presse-Agentur. Die Bereitstellung von Bussen und Personal für Zusatzfahrten wäre auch kurzfristig machbar.

Das Reisebus-Geschäft kommt nach Angaben des Verbandes wegen der Corona-Krise nur schleppend in Gang. «Eine echte Erholung wird noch lange auf sich warten lassen. Etwaige Pläne der Landesregierung zur Entzerrung der Schülerbeförderung könnten somit zusätzlich bewirken, dass eine gewisse Kompensation der massiven Umsatzausfälle eintritt», erklärten Borning und Nagel weiter.

CDU-Generalsekretär Gerd Schreiner forderte die Landesregierung zum Handeln auf. Es sei offenkundig, dass eine Maskenpflicht in überfüllten Schulbussen nicht ausreiche. Notwendig sei die Einhaltung der Abstandsregeln. «Nordrhein-Westfalen zeigt, wie es geht. Die dortige Landesregierung stellt 1000 zusätzliche Busse zur Verfügung. «Warum geht das im CDU-geführten Nordrhein-Westfalen, aber nicht im SPD-geführten Rheinland-Pfalz?», erklärte Schreiner.

Das Verkehrsministerium erklärte, der Einsatz zusätzlicher Busse werde unabhängig des Vorschlags der Busbranche bereits geprüft. Es müssten bei den Unternehmen entsprechend Fahrzeuge und Personal zur Verfügung stehen. «Aufgabenträger des ÖPNV sind die Kommunen und Kreise, das Land kann die Umsetzung finanziell begleiten und ist dazu bereit», sagte Sprecherin Nicola Diehl. Die Abfrage nach möglichen Mehrkapazitäten an die Unternehmerverbände laufe. Das Ministerium warte noch auf Rückmeldungen. «Außerdem bleibt abzuwarten, wie sich die Situation zu Schulbeginn tatsächlich darstellt», sagte die Sprecherin. Die Lage wird nach Einschätzung des Ministeriums sehr unterschiedlich sein.

«Sobald uns diese Eckdaten vorliegen - Kapazitäten an Bussen und Fahrern sowie tatsächliche Bedarfe in den Regionen - werden wir gemeinsam mit den Aufgabenträgern Kapazitäten und Bedarfe prüfen und wo erforderlich nachsteuern», erklärte das Verkehrsministerium.

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