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Gericht verhandelt über Pflegekosten für Schwerbehinderten

21.08.2019 - Mainz (dpa/lrs) - Wer trägt die Kosten für die Betreuung eines schwerbehinderten Mannes? Darüber verhandelt das Sozialgericht Mainz in zwei Verfahren. Der 31-jährige Kläger muss rund um die Uhr betreut werden und beschäftigt daher elf Assistenzkräfte sowie eine Fallmanagerin. Über die Kosten dafür gibt es Streit. «Mein Ziel ist es, ein ganz normales Leben zu führen, ich kann kein kleines Unternehmen zur Verwaltung der Hilfskräfte führen», erklärte der Kläger Markus Igel am Mittwoch vor dem Sozialgericht Mainz.

  • Markus Igel (M) nimmt an einer Demonstration teil, bei der die Übernahme von Pflegekosten für ihn eingefordert wird. Foto: Change.org/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Markus Igel (M) nimmt an einer Demonstration teil, bei der die Übernahme von Pflegekosten für ihn eingefordert wird. Foto: Change.org/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bedingt durch seine Behinderung könne er schlecht mit Zahlen umgehen, sagte Igel. Eine Fallmanagerin helfe daher bei Lohnabrechnungen oder Dienstplänen und führe Vorgespräche mit potenziellen Pflegekräften. Chef sei jedoch er.

Der Kläger Markus Igel leidet unter einer frühkindlichen Hirnschädigung. Das beklagte Saarland hat dem Mann - der inzwischen im rheinland-pfälzischen Bad Kreuznach wohnt - vor rund fünf Jahren einen Betrag in Höhe von monatlich rund 7350 Euro für die notwendige 24-stündige Betreuung bewilligt, wie das Sozialgericht in Mainz mitteilte. Dies reicht nach Ansicht des Klägers aber nicht aus, notwendig seien weitere rund 5400 Euro pro Monat.

Im ersten Verfahren ging es vor allem um die Zuständigkeit des Kostenträgers. Dieses wurde am Vormittag vertagt. Es sollen nun noch weitere Kostennachweise seitens des Klägers eingereicht werden.

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