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Gewalt gegen Polizisten leicht zurückgegangen

11.09.2018 - Die Polizei wird bei ihren Einsätzen teils auch selbst Opfer von Gewalt. Meist geht es um Widerstand und tätliche Angriffe gegen die Beamten, aber in einigen Fällen auch um Körperverletzung.

  • In Polizei-Westen gekleidete Polizisten. Foto: Silas Stein/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    In Polizei-Westen gekleidete Polizisten. Foto: Silas Stein/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mainz (dpa/lrs) - Die Gewalt gegen Polizisten in Rheinland-Pfalz ist leicht zurückgegangen. Im vergangenen Jahr wurden 1517 Fälle von Gewalt gegen Polizeibeamte gezählt, heißt es in der Antwort von Innenminister Roger Lewentz (SPD) auf eine Anfrage aus der AfD-Landtagsfraktion. Im Jahr 2016 zählte die Polizei noch 1537 Fälle. Allerdings waren es im Jahr mit 1447 noch deutlich weniger Fälle. Im ersten Halbjahr gab es in Rheinland-Pfalz 805 Fälle von Gewalt gegen Polizisten. Wenn die Zahl einfach nur hochgerechnet würde, gäbe es im gesamten Jahr über 1600 Gewalttaten gegen Beamte, mehr als 2017.

In rund 60 Prozent der Fälle (933) handelte es sich im vergangenen Jahr um Widerstand und tätliche Angriffe auf Beamte. Vorsätzliche einfache Körperverletzung machte ein Viertel der Fälle (383) aus, in rund vier Prozent (66) ging es um gefährliche und schwere Körperverletzung. Die Anteile waren ähnlich wie im Jahr zuvor. Dabei geht es um reine Gewalttaten. Beleidigungen gegen Polizeikräfte werden in dieser Statistik nicht aufgeführt. Über Gewalt gegen Polizisten hatte am Dienstag auch der «Trierische Volksfreund» berichtet.

AfD-Fraktionschef Uwe Junge forderte von der rot-gelb-grünen Landesregierung eine bessere Besoldung der Polizisten, mehr Personal und eine bessere Ausrüstung. «Unsere Polizeibeamten in Rheinland-Pfalz brauchen mehr Rückendeckung durch die Politik», sagte Junge laut Mitteilung.