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Handelsverband will trotz Corona verkaufsoffene Sonntage

27.10.2020 - Der Handelsverband Rheinland-Pfalz fordert trotz der steigenden Zahl an Corona-Infektionen weiterhin verkaufsoffene Sonntage im Land. «Mehr Verkaufstage bedeuten auch eine Entzerrung in den Läden», sagte der Geschäftsführer des Handelsverbandes Rheinland-Pfalz, Thomas Scherer, der Deutschen Presse-Agentur. «Wir erwarten keine Riesenanstürme, die Menschen sind zur Zeit sehr vorsichtig», betonte Scherer. «Es wäre auch eine Chance, Boden gut zu machen.» Die Corona-Krise setzt dem stationären Handel, der ohnehin schon mit der Online-Konkurrenz kämpft, stark zu.

  • Eine Frau trägt Einkaufstüten. Foto: Carsten Rehder/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Frau trägt Einkaufstüten. Foto: Carsten Rehder/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach dem Ladenöffnungsgesetz sind verkaufsoffene Sonntage in Rheinland-Pfalz - anders als in benachbarten Bundesländern - nur bei besonderen Anlässen, wie etwa Stadtfesten, erlaubt. Diese seien in diesem Jahr aber weggefallen, betonte Scherer. Der Handelsverband möchte, dass die Läden im Land an fünf Sonntagen im Jahr öffnen dürfen. Erlaubt sind laut Ladenöffnungsgesetz in Rheinland-Pfalz bislang vier.

Die Gewerkschaft Verdi pocht dagegen auf den Verzicht von verkaufsoffenen Sonntagen in der Pandemie. Die wegen der steigenden Infektionen erfolgte Absage zweier geplanter Verkaufstage in Trier und Worms begrüßte die Gewerkschaft. «Auch wenn der Anlass für die Absage negativen Ursprungs ist, freuen wir uns über diese umsichtige Entscheidung, die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger vor den Kommerz zu stellen», sagte die Landesbezirksfachbereichsleiterin für den Handel in Rheinland-Pfalz und Saarland, Monika Di Silvestre, laut einer Mitteilung. Die Verkäufer hätten es verdient, an Sonntagen im Kreis ihrer Familie zur Ruhe zu kommen. «In Zeiten der Pandemie ist dies wichtiger denn je.»

In Mainz wird vor Weihnachten kein verkaufsoffener Sonntag mehr stattfinden - ursprünglich war dieser für den 1. Advent am 29. November vorgesehen. Wegen der zuletzt stark gestiegenen Infektionszahlen wurde die Idee nun wieder verworfen. «Die richtige Idee, aber der leider definitiv falsche Moment für die Umsetzung», sagte die Mainzer Wirtschaftsdezernentin Manuela Matz am Montag.

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