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Handwerkskammern fordern bessere Bedingungen für Ausbildung

09.12.2019 - Mainz (dpa/lrs) - Die Handwerkskammern in Rheinland-Pfalz begrüßen die für Anfang 2020 geplante Wiedereinführung der Meisterpflicht für zwölf Berufsgruppen, fordern aber weitergehende Schritte zur Förderung der Ausbildung. «Uns fehlt eine ganze Generation Handwerksmeister», sagte Kurt Krautscheid als Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Handwerkskammern Rheinland-Pfalz. Die bundesweite Aufhebung der 2004 eingeführten Zulassungsfreiheit in diesen Berufsgruppen dürfe nur ein erster Schritt sein, forderte der Präsident der Handwerkskammer Koblenz.

  • Ein Fliesenleger bearbeitet Fliesen für eine Wand. Foto: Ina Fassbender/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Fliesenleger bearbeitet Fliesen für eine Wand. Foto: Ina Fassbender/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Krautscheid sprach sich für eine Verdoppelung der Meister- und Aufstiegsprämie sowie eine Bonuszahlung für Gesellen aus, die in ihrem Betrieb bleiben. Außerdem forderte er «Maßnahmen, um die Ausbildung genauso attraktiv zu machen wie ein Studium». Dazu könnte etwa gehören, dass Auszubildende wie Studierende über ihre Eltern krankenversichert bleiben könnten. Betriebe und Auszubildende würden damit gleichermaßen entlastet.

Die Aufhebung der Meisterpflicht in einer Zeit hoher Arbeitslosigkeit habe dazu geführt, dass die Ausbildungszahlen in diesen 53 Berufen zum Teil dramatisch zurückgegangen seien. «Wer keinen Meisterbrief hat, bildet auch nicht aus», sagte Krautscheid. So ging die Zahl der Auszubildenden für den Beruf des Fliesen-, Platten- und Mosaiklegers im Bezirk der Handwerkskammer Koblenz seit 2003 von 69 auf 45 im vergangenen Jahr zurück, bei den Raumausstattern von 63 auf 31. Gleichzeitig habe sich die Zahl der Betriebe von Fliesenlegern aber verdreifacht.

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